KH-Neubau in Oberwart: 50 Millionen Euro und zwei Meilensteine

Im Frühjahr wird der Rohbau fertiggestellt. Der Heliport in 25 Metern Höhe gilt als ein „Meilenstein“ im Baufortschritt.

Erstellt am 13. Januar 2022 | 03:07
Lesezeit: 2 Min
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Baustellenkamera am 10. Jänner. Der Neubau des Krankenhauses schreitet voran. Gebaut wird in „Fingerbauweise“ — die einzelnen Bauteile werden intern ‚Finger‘ genannt, ähnlich wie bei Flughäfen — , „zuerst kommen Finger 4/5, dann 3, dann 2, dann 1 und am Schluss 6 und 7.“
Foto: BVZ

Im Mai 2020 — Mitten in der ersten Coronawelle gestartet —ist man mittlerweile im Begriff, den Rohbau des neuen Krankenhauses in Oberwart fertigzustellen. Die Arbeiten sind sowohl im Zeit- als auch im Kostenplan. Im heurigen Jahr 2022 werden 50 Millionen Euro verbaut. Im Jahr 2021 waren es 40 Millionen Euro. Als einen weiteren Meilenstein im Baufortschritt sieht man seitens der KRAGES die Fertigstellung des 25 Meter hohen Heliports, der als höchster Punkt des neuen Krankenhauses hinter dem Haupteingang liegen wird. Jener Heliport war es auch, dessen Genehmigungsverfahren vor Baubeginn am aufwendigsten war. Stichwort Haupteingang: Ein nächster Meilenstein, den man im heurigen Jahr 2022 abgeschlossen haben will. Damit soll im Frühjahr auch der gesamte Rohbau stehen. Der Innenausbau der fertiggestellten Rohbauteile wurde bereits parallel gestartet. Das mache die sogenannte „Fingerbauweise“ möglich.

Baukostendruck spürbar, aber ohne Auswirkungen

Der dritte Finger ist jener, der derzeit am weitesten fortgeschritten ist. Hier gibt es im Innenbereich bereits den Estrich, auch die Klima- und Lüftungsanlagen sind fast fertig. Einen enormen Baukostendruck habe man vor allem im Sommer 2021 gespürt, aber trotz allem kalkuliere man auch weiterhin damit, den Kosten- und Zeitplan einzuhalten.

Planänderungen stehen im aktuellen Baugeschehen keine mehr an. Bereits zu Baubeginn hat man angesichts der Coronakrise weitere Maßnahmen gesetzt, um im Pandemiefall noch besser gerüstet zu sein.

Die „heikelste“ Phase des Neubaus steht dann allerdings erst im Jahr 2023 an. Da soll nämlich der Umzug starten, der bereits seit Baubeginn geplant wird. Bis 2024 sollen Umzug und Probebetrieb abgeschlossen sein und der Patientenbetrieb starten. Eine Entscheidung zur Errichtung des zweiten Parkhauses hingegen, steht weiterhin aus. Damit will man bis kurz vor der Fertigstellung im Jahr 2023 warten. Auch über die Nützung des künftigen Altbestand soll erst zu einem späteren Zeitpunkt entschieden werden, auch weil es nach wie vor keine Entscheidung über einen möglichen Denkmalschutz gibt.

Noch keine Entscheidung über Denkmalschutz

Im Frühsommer des Vorjahres hat Landeshauptmann Hans Peter Doskozil im Zuge einer Landtagssitzung — auf Anfrage von FPÖ-Abgeordneter Ilse Benkö —einen Abriss des Gebäudes in Aussicht gestellt, „da dies das wahrscheinlichste Szenario sei, weil aller Voraussicht, das Krankenhaus nicht unter Denkmalschutz gestellt werde.“