Die Liebe zu Schallplatten

Der Hackerberger besitzt rund 2500 neue und 2000 Second Hand-Platten. Wichtig ist ihm, dass die Qualität stimmt und ein breites Publikum begeistert werden kann.

Erstellt am 21. August 2020 | 05:44
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Die Idee kam dem 41-jährigen Außendienstmitarbeiter schon in jungen Jahren. Doch damals verkaufte er seine alten AC/DC-Platten wieder. Erst Jahre später, nach dem Hausbau, entdeckte er wieder seine Liebe zu den Schallplatten.

„Zuerst begann ich, verschiedene Flohmärkte aufzusuchen, um meine damalige Sammlung wieder ‚zurückzukaufen‘. Mit der Zeit habe ich auch begonnen, mich auf die jungen österreichischen Musiker zu spezialisieren. Aber natürlich dürfen auch Platten von Georg Danzer, Wolfgang Ambros und STS nicht fehlen“, erzählt Hannes Feichtinger.

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„Hoffe, ich brauche nicht mehr so lange Pause“

Er begann eigentlich schon im Jugendalter damit, ehe er eine 20-jährige Schaffenspause einlegte. „Ich habe dann dort angefangen, wo ich zuletzt aufgehört habe. Ich hoffe allerdings, dass ich so eine lange Sammelpause nicht mehr haben werde und meine Sammlung weiter ausbauen kann.“ Neben der Gruppe AC/DC und Schallplatten gehören auch Schilder, Servietten, Weihnachtskalender, T-Shirts, „und alles, was mir meine Frau Nicole so mitbringt“ zu seinem Repertoire. Einen großen Augenmerk legt er auf die sogenannten „jungen Österreicher“, die gerade zu Beginn ihrer Karriere stehen und jede Menge Unterstützung und Werbung für ihre Musik brauchen. „Ich versuche daher, Schallplatten von jungen Bands zu bekommen, die ich dann auch meinem Bekanntenkreis vorstelle. Ich finde, dass das die beste Werbung in dieser Branche sein kann.“

„Ich versuche auch, Schallplatten von jungen Bands zu bekommen, die ich dann Freunden vorstelle.“ Hannes Feichtinger macht so auch indirekt Werbung für neue Bands in der Branche

Sein Zeitaufwand für sein Hobby hat sich in den Jahren aber sicher verändert. Wichtig war und ist Feichtinger immer, dass trotz allem Schallplatteninteresse noch genügend Zeit für seine Familie bleibt. Es ist eine Abend- beziehungsweise Winterbeschäftigung, wobei der Südburgenländer Glück hat: „Unsere beiden Töchter Jasmin und Victoria sind ebenfalls sehr musikbegeistert, – das Interesse ist daher auch dort schon vorhanden.“ Derzeit besitzt er rund 2500 neue und circa 2000 Second Hand-Platten in seiner Sammlung. Luft nach oben sei natürlich immer noch vorhanden. Auch, wenn der Platz im Haus begrenzt ist. Zum Thema Geld und Ideologie meint er: „Es ist vor allem die Zeit, die ich mit der Musik verbringe.“

Idee entwickelte sich im gemeinsamen Gespräch

Wie jedes Hobby braucht es von allem etwas – manchmal mehr, manchmal weniger. Um auch vielen anderen Schallplattensammlern eine Plattform zu bieten, kam ihm die Idee, in Oberwart im „Thamdu“ einen Basar zu veranstalten.

„Das Ambiente im Tamdhu hat mir schon immer sehr gut gefallen. Nach einem eher zufälligen Gespräch mit der Besitzerin, Carmen Weyse, hat sich dann gemeinsam die Idee entwickelt. Carmen ist ja auch eine Person, die den verschiedensten Künstlern eine Bühne gibt, daher war es sehr einfach, gemeinsam eine solche Veranstaltung zu organisieren.“ Für den Hackerberger war aber immer klar, dass sowohl er als auch Weyse einen gewissen Standard haben möchten. Die Qualität der Second Hand-Schallplatten ist beiden sehr wichtig – „nur so können wir ein breiteres Publikum für den besseren Hörgenuss begeistern.“

Apropos Schallplattenbasar: In zwei Wochen, am Samstag, dem 29. August, gibt es von 10 bis 15 Uhr im Thamdu Oberwart wieder die Möglichkeit, Platten zu erwerben oder zu tauschen. Er macht schon jetzt Werbung dafür und hofft, dass wieder zahlreiche Schallplattenliebhaber den Weg nach Oberwart finden.