Wiener: „Nur zum Spaß mitgemacht“. Ivonne Wiener warf ein altes Handy in Wien über 67,58 Meter. Das bedeutet auch einen neuen Frauen-Weltrekord.

Von Daniel Fenz. Erstellt am 25. September 2017 (17:48)
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LEICHTATHLETIK | Beim Tag des Sportes wurden am Samstag in Wien nicht nur Autogramme geschrieben. Der Handyweitwurf-Bewerb mit der Siegerweite von 92,34 Meter des Schreibersdorfers Adam Wiener sorgte für Staunen. Bei den Frauen war es aber seine Schwester Ivonne, die mit 67,58 Metern einen neuen Weltrekord aufstellte.

Mitglieder üben mit dem Handy die Wurftaktik

Der Bewerb ist im „Guinness- Buch der Rekorde“ offiziell eingetragen, der Österreichische Leichtathletikverband wird jetzt auch um eine Aufnahme für die Südburgenländerin ansuchen. Ihr Betreuer und Obmann des Athletikteam Südburgenland, Werner Ulreich, wusste bislang gar nicht, dass ein solcher Bewerb besteht. „Die Wenigsten wissen, dass wir auch im Verein mit Handys arbeiten und so die Wurftaktik üben. Ich bin stolz auf Ivonne, es ist eine Top-Leistung.“ Die Südburgenländerin erzielte mit dem Handy und 67,58 Metern eine hervorragende Weite. Nach drei 40-Meter Würfen gelang ihr der vierte Versuch perfekt. Die Konkurrenz - Noemi Luyer (Union Pottenstein) mit 36,91 Metern und Anna Neunteufl (ULC Riverside Mödling) mit 28,76 Metern - hatte gegen Wiener keine Chance und Schwierigkeiten, das Handy in eine aerodynamisch gute Position zu bringen.

Große Werbung für die Leichtathletik

„Für mich war es eine große Überraschung. Eigentlich habe ich nur zum Spaß mitgemacht. Dass ein Handy soweit geworfen werden kann, damit hatte ich selbst nicht gerechnet.“

Die Speerwerferin geht nach diesem Top-Erfolg in die verdiente Winterpause. Für sie selbst und den Leichtathletik-Sport ist es eine große Aufwertung und Werbung. Aktuell befindet sie sich im Ausdauertraining. In der Halle werden der Muskelaufbau, Koordination und Schnelligkeit ausgebaut, um in der neuen Saison weitere Erfolge erzielen zu können.