Archäologie für alle. In einem neuen Projekt soll eine „archäologische Schatzkarte“ und eine Reiseführer-App erstellt werden.

Von Dorothea Müllner-Frühwirth. Erstellt am 13. Oktober 2019 (03:41)
DMF
Hans Peter Neun, Stefania Grunwald, Gerhard Klepits, Andrea Csapláros, Gert Polster und Werner Gabriel bei der Präsentation.

Im Rahmen einer gemeinsamen Pressekonferenz informierte der Tourismusverband Region Oberwart gemeinsam mit seinen Partnern über das neue Interreg-Projekt „ArcheON“.

Dabei werden neue Ausgrabungen getätigt. Die Funde sollen dann in Zukunft für Touristen zugänglich sein. Das grenzüberschreitende Projekt ist vom Burgenland bis in den Raum um Steinamanger festgelegt. Im Bezirk Oberwart wurde bereits in Oberpodgoria ein Scherbenhaufen aus der Bronzezeit freigelegt, in Burg wird im kommenden Jahr die Festungsanlage genauer erforscht und in Schandorf ist die Freilegung eines Hügelgrabes in Planung. Danach sollen die Forschungsergebnisse touristisch nutzbar gemacht werden. „Wir haben schon viele Ideen, wie man das machen könnte“, erzählt Hans Peter Neun vom Tourismusverband Oberwart. „Wir befinden uns hier auf spannendem und historischem Boden. Die neuen Ausgrabungen sollen ein nachhaltiger touristischer Impuls für die ganze Region sein“, freut sich Hannersdorfs Bürgermeister Gerhard Klepits auf die neuen Forschungen. Das Projekt verfügt über ein Gesamtbudget von rund 600.000 Euro, die Kosten für die Ausgrabungen in den Gemeinden werden zu 85 Prozent vom Interreg-Projekt getragen, der Rest wird über Bedarfszuweisungen vom Land finanziert.