Pflegeheim mit 60 Betten ist in Schandorf in Planung. Schandorf bekommt das erste dreisprachige Pflegheim im Burgenland. Die Pläne dafür werden im Mai präsentiert.

Von Carina Fenz. Erstellt am 08. Mai 2019 (04:35)
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Symbolbild

Nach der Präsentation des „Zukunftsplans Pflege“ wird nun intensiv an der Umsetzung gearbeitet. Die gute Nachricht für das Südburgenland, die Region bekommt mehr Pflegeplätze. Ein ganz besonderes Projekt wird in Schandorf umgesetzt. Das Haus soll dreisprachig geführt werden — mit Ungarisch, Kroatisch und Deutsch.

„Das freut uns ganz besonders, dass wir hier punkten konnten. Wir wollen mit dem Projekt die Minderheiten ansprechen. Als zweisprachige Gemeinde, die ganz nahe an der ungarischen Grenze liegt, haben wir die besten Voraussetzungen“, erklärt Bürgermeister Werner Gabriel (SPÖ). Details zum Projekt sollen noch im Mai präsentiert werden. Ausgebaut werden auch die Pflegeheime in Rechnitz und Olbendorf.

"Wir wollen mit dem Projekt die Minderheiten ansprechen"

Der Zukunftsplan umfasst 21 Maßnahmen, ein Schwerpunkt liegt auf der von der überwiegenden Anzahl der Senioren gewünschten „Pflege daheim“, einem neuen Anstellungsmodell für pflegende Angehörige und einer verbindlichen Durchsetzung des Prinzips der Gemeinnützigkeit bei allen Anbietern.

Daneben soll es aber auch einen gut geplanten, an die Bevölkerungsentwicklung angepassten, Ausbau von stationären und teilstationären Pflegeeinrichtungen und des Angebots für „betreutes Wohnen“ für alternative Wohnformen geben.

In Summe werden bis zum Jahr 2021 279 neue Plätze in Altenwohn- und Pflegeheimen geschaffen. 60 davon beinhalten eine Ausstattung für behinderte Menschen. 120 neue teilstationäre Plätze in Seniorentageszentren sollen entstehen. Dazu kommen Spezialversorgungsplätze, etwa für COPD-Patienten, Wachkoma-Fälle und die Bereiche Alterspsychiatrie und Hospiz. Der Ausbau ergänzt das vorhandene Pflege- und Betreuungsangebot. Rund 5,8 Millionen Euro werden dafür zusätzlich in die Pflege fließen.