Wasabi-Produktionsanlage in Oberwart geplant. In Oberwart soll ab Mitte des kommenden Jahres im großen Stil Wasabi angebaut werden.

Von Redaktion, APA. Erstellt am 11. April 2018 (13:02)
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In einer eigens entwickelten aeroponischen Indoor-Farming-Anlage sollen pro Jahr rund 25 Tonnen Wasabi in höchster Qualität produziert werden, erklärte der Gründer und Geschäftsführer von PhytonIQ, Martin Parapatits, am Mittwoch.

Substratlose Anbaumethode für die Kultivierung

Geplant sei eine Betriebsstätte mit acht Etagen und insgesamt 2.300 Quadratmetern Produktionsfläche. Die Errichtung der Anlage soll mit Herbst starten. Das dafür notwendige Kapital von rund elf Mio. Euro soll durch Eigenkapital, Investoren, Bankfinanzierung, Förderungen und mithilfe einer Crowdfunding-Kampagne zusammenkommen. Bis Mitte Juni soll die Finanzierung stehen.

Mit Juli 2019 soll die Anlage in Betrieb gehen. Die erste Ernte ist für November 2019 vorgesehen. Etwa 15 bis 20 Arbeitsplätze sollen bei der Oberwarter Anlage entstehen.

Für die Kultivierung wurde die Aeroponik gewählt, eine substratlose Anbaumethode, bei der die Wurzeln der Pflanzen in der Luft hängend mit einer Lösung aus Wasser und Nährstoffen benetzt werden. Das System soll ohne Pestizide auskommen und deutlich weniger Wasser und Düngemittel benötigen als der konventionelle Anbau.

Gastronomie und Pharmabranche als Abnehmer

Die 25 Tonnen pro Jahr würden einem geschätzten Marktanteil von rund sieben Prozent in Europa entsprechen, erklärte Parapatits. Das liege auch daran, dass es in Europa nur drei für den Markt relevante Produzenten gebe. Der größte Teil des Wasabis werde aus Asien importiert.

Abnehmer sollen vor allem die Gastronomie und die Pharmabranche in Europa sein. Daneben will PhytonIQ auch eigene Produkte entwickeln. Der Kilopreis für den südburgenländischen Wasabi wird von der Qualität abhängig sein. Laut Parapatits liegt die Preisspanne bei 280 bis 580 Euro pro Kilogramm.

Die Oberwarter PhytonIQ GmbH, deren Tochtergesellschaft die PhytonIQ Wasabi ist, wurde 2017 gegründet und hat zwölf Mitarbeiter. Sie beschäftigt sich mit dem Bau und der Entwicklung von für den Aeroponik-Anbau notwendigen Anlagen. Außerdem wird in einem eigenen Pflanzentestlabor Forschung betrieben.