Oberwart

Erstellt am 12. September 2018, 04:24

von Carina Fenz

Wirbel um Messestall: Lösung für Tierschau. Die Inform wird es auch im nächsten Jahr geben. Für den Messestall wird eine Lösung gesucht. Das Land Burgenland arbeitet an Gesetzeslösung.

Im Messestall können die Besucher unterschiedlichste Tierrassen hautnah erleben. Das Tierschutzgesetz macht dem Veranstalter jetzt Ärger.  |  Bilderbox

Der Wirbel um den Messestall in der Inform legt sich schön langsam. Die strenge Auslegung der Gesetze sorgte für Aufregung unter den Züchtern, der Messeveranstalter fürchtete um das „Alleinstellungsmerkmal“ Messestall, das nach wie vor als größter Besuchermagnet gilt.

Hauptproblem für den Messeveranstalter ist das Tierschutzgesetz, das eine Ausstellung von Tieren nur für drei Tage zulässt. Ab dem vierten Tag müssen die Tiere ausgetauscht werden, die Oberwarter Tierschau auf der Inform dauert aber fünf Tage. Bislang wurde das Gesetz umgangen, weil zwei unterschiedliche Veranstaltungen angemeldet wurden.

„Rein wirtschaftlich gesehen ist die Messe ohne den Messestall wirtschaftlich nicht rentabel. Wir sind dabei eine Lösung zu finden, dass wir im nächsten Jahr den Messestall wieder fünf Tage machen können“, zeigt sich Messeveranstalter Markus Tuider zuversichtlich.

„Rein wirtschaftlich gesehen ist die Messe ohne den Messestall wirtschaftlich nicht rentabel"

Für eine Lösung hat sich auch Agrarlandesrätin Verena Dunst stark gemacht, die einen runden Tisch mit Veterinärdirektor Robert Fink initiert hat. Dieser soll in der nächsten Woche stattfinden, spätestens dann soll eine Lösung präsentiert werden. Diese könnte folgendermaßen aussehen: Wenn wir das Tierschutzrecht mit dem Tierseuchenrecht kombinieren, können die angefallenen Probleme kompensiert werden — dazu müssen allerdings die Voraussetzungen stimmen. „Genau diese gilt es jetzt zu schaffen, dann steht einem Betrieb im Messestall an fünf Tagen nichts im Weg“, erklärt Fink gegenüber der BVZ.

Für Ortschef Georg Rosner ein wesentliches Ziel. „Ich bin mir sicher, dass sich die Situation wieder einpendeln wird. Bei großen Agrarmessen funktioniert es doch auch, also warum in Oberwart nicht“, so Rosner.