Aus für „BIP - Begegnung in Pinkafeld". Der Verein „Pink-up-Help“ kann die Initiative „BIP - Begegnung in Pinkafeld" nicht weiter finanzieren.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 15. Oktober 2019 (09:17)
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Elias Bierdel hat die die Veranstaltungen von „BIP“ koordiniert.

Dieser Tage bekommen die Stadtgemeinde Pinkafeld und die Gemeinderäte Post vom Verein „Pink Up Help: Flüchtlingshilfe Pinkafeld“. Über 200 Menschen engagieren sich bei der Initiative „Pink-up-Help“. Hauptanliegen des Vereins sind Integration, Information und Bildung von Menschen unabhängig von ihrer Herkunft im Großraum Pinkafeld.  Der Verein hat 2015 die Initiative "BIP - Begegnung in Pinkafeld" gegründet und sowohl Trägerschaft als auch Koordination übernommen.

Im Februar 2016 startete der Verein in den Räumlichkeiten des Rathauses das Projekt „BIP – Begegnung in Pinkafeld“.  Dieses erste Integrationshaus seiner Art im Bezirk war bislang Ort und Aktivität für Menschen und Familien die in Pinkafeld leben.

„Ganz gleich, ob sie schon seit vielen Jahren oder erst seit kurzem hier zu Hause sind. Das Miteinander steht im Vordergrund, heißt es dazu auf der Homepage des Vereins. „BIP“ hat die Möglichkeit zum gegenseitigen Kennenlernen, für gemeinsame Aktivitäten, zur Förderung der Sprache, des interkulturellen Austausches sowie des Dialoges und der Wertevermittlung geboten. Hilfe beim Deutschlernen und Lernbetreuung waren Fixpunkte von „BIP“. 

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2016 startete der Verein in den Räumlichkeiten des Rathauses das Projekt „BIP – Begegnung in Pinkafeld“

Auch die „Woche der Vielfalt“ hat in den letzten Jahren viel Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Die Initiative hat auch zahlreiche Auszeichnungen erhalten. Nun wurde in einem Brief die Beendigung von „BIP“ bekannt gegeben.

Da die Anforderungen hinsichtlich der Koordination und Administration, besonders in Bezug auf die Lernbetreuung,  in den letzten beiden Jahren enorm gestiegen seien, wurde Elias Bierdel hauptamtlich vom Verein betraut. Finanziert wurde dies über die „Aktion 20.000“. Da diese Aktion mit Ende Juni des heurigen Jahres ausgelaufen ist, habe sich der Verein bemüht, eine Möglichkeit zur Weiterführung der hauptamtlichen Tätigkeit zu finden.

Hier wäre die Einbindung von Bierdel in ein Projekt der KLAR-Region und die damit verbundene Teilfinanzierung eine gute Möglichkeit gewesen. Die Mitarbeit von Bierdel wurde aber von SP-Vizebürgermeister Franz Rechberger, der die Gemeinde Pinkafeld im KLAR-Projekt vertritt, abgelehnt (die BVZ berichtete). Aufgrund dieser Vorgangsweise sei es dem Verein nun nicht mehr möglich, das Projekt „BIP“ weiter zu finanzieren.

Daher werde man die Tätigkeit im Rathaus mit 31. Dezember beenden, teilt der Verein im Brief mit. Gleichzeitig stellt „Pink Up Help“ fest, dass die Bezeichnung "BIP - Begegnung in Pinkafeld" in betroffenen Kreisen Verkehrsgeltung erlangt hätte und man es daher der Stadtgemeinde untersage, die Bezeichnung für gleichartige Veranstaltungen zu verwenden.