Facebook-Diskussion: Nichts los in Pinkafeld?. Eine Diskussion über die Pinkafelder Innenstadt bewegt derzeit die Gemüter, vor allem im Internet.

Von Eva-Maria Leeb. Erstellt am 06. Februar 2017 (04:43)
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Ins Rollen gebracht hat die Diskussion um die Innenstadt Walter Höss, der auf Facebook vor Kurzem die Gruppe „M.U.T. - Miteinander Unparteiisch Tolerant - für Pinkafeld“ gegründet hat. Neben Informationen über die Stadt soll hier auch über Neuerungen, Veränderungen und Verbessrungen diskutiert werden.

Aktuell beschäftigt Höss die Frage, wie man die Pinkafelder Innenstadt beleben kann. Nicht nur die Bevölkerung, auch die Politik ist bei diesem Thema recht unterschiedlicher Meinung.

„Pinkafeld braucht Visionen und Ideen“

„Aus unserer Sicht ist es natürlich wichtig, die Innenstadt zu beleben. Ich denke, man kann in den Pinkafelder Geschäften auch alles bekommen, was gebraucht wird. Eine Stadt Pinkafeld braucht auch Visionen und Ideen, die eigentlich von ‚pinkafeld neu‘, wo sich viele engagierte Menschen eingebracht haben, zu erwarten gewesen wäre. Leider wird hier immer wieder mit Verweis auf die prekäre finanzielle Situation der Stadt nicht einmal nach- beziehungsweise weitergedacht“, sagt VP-Vizebürgermeister Fritz Luisser.

SP-Stadtrat Horst Franz meint zu diesem Thema: „Pinkafeld verfügt über einen hervorragenden Branchenmix; der Einzelhandel in der Innenstadt bietet ein breites Portfolio an Dienstleistungen und Konsumgüter und Einkaufsmöglichkeiten für viele und vieles. Pinkafeld hat keine Megastores und Einkaufstempel, Pinkafeld besticht durch Vielfalt und Individualität.“

Um neue Betriebe in die Innenstadt zu bekommen, habe die Stadtgemeinde eine spezielle Wirtschaftsförderung, die besonders den Ortskern beleben soll. Durch diese Form der Förderung, es handelt sich dabei um Mietzuschüsse, sollen sich neue Betriebe ansiedeln.

„Derzeit noch in der Projektierung ist ein umfassendes, einheitliches Marketingkonzept für unsere Stadt. Für mich hat Pinkafeld einen besonderen Status. Es ist klein, aber fein. Ich persönlich kaufe gerne und oft in unserer Stadt“, so Franz.

Die Bevölkerung hier mehr einbinden

FP-Gemeinderat Peter Jauschowetz wiederum sagt: „Die Politik kann nur die Voraussetzungen zur Innenstadtentwicklung anbieten. Aus meiner Sicht wäre die Wirtschaftsförderung von Geschäftsansiedlungen in der Innenstadt eine entsprechende Maßnahme. Bekanntlich wurde diese aufgrund der Konsolidierung unseres Budgets teilweise zurückgenommen. Auch fehlt es in der Gemeinde an einer für diesen Bereich verantwortlichen Person, welche hauptverantwortlich Möglichkeiten für eine Innenstadtbelebung entwickelt und schrittweise auch umsetzt.“

Seit Beginn des Jahres gibt es in Pinkafeld eine Ortsgruppe der Grünen. Viele engagierte Pinkafelder aller Altersgruppen haben sich zusammengetan, um ihre Ideen zur Weiterentwicklung der Stadt einzubringen. Ein ganz besonderes Anliegen ist die Belebung der Innenstadt. „Das Stadtzentrum soll und muss der Mittelpunkt des gesellschaftlichen Lebens in Pinkafeld sein“, sagt Mirjam Kayer von den Pinkafelder Grünen.

Unter Einbindung der Bevölkerung solle ein Konzept für die Innenstadt erarbeitet werden. Dies solle unter anderem die Punkte Verkehrsberuhigung, Kommunikations- und Begegnungszonen, Wiederbelebung und Ausweitung des Bauernmarktes beinhalten.