Ist das Oberwarter EKO ohne Zukunft?. Geschäftsleute ärgern sich über hohe Mieten und machen sich Sorgen um die Zukunft des Einkaufszentrums. Stadt will Lösung.

Von Carina Fenz. Erstellt am 24. April 2019 (04:38)
BVZ
Ein Schaubild im EKO-Einkaufszentrum sorgt für Rätselraten bei den Geschäftsinhabern. Ob diese Pläne tatsächlich umgesetzt werden sollen, war vom Eigentümer auf Nachfrage der BVZ nicht zu erfahren.

Knapp zwei Jahre ist es her, dass das Einkaufszentrum EKO verkauft wurde. Von den aktuell knapp 20 Geschäftslokalen stehen mehr als die Hälfte leer und es könnten mehr werden. Der älteste Betrieb im EKO, das Pelzhaus Tauss, das heuer sein 40-jähriges Firmenjubiläum feiert, kämpft ums wirtschaftliche Überleben.

„Wir erfahren als Mieter nichts“

„Der neue Eigentümer hat die Miete verdoppelt, die Kundenfrequenz ist aufgrund der vielen Leerstände eine Katastrophe. Wir wissen nicht mehr, wie lange wir noch offen haben können“, erklärt Harald Tauss, der auch den mangelnden Informationsfluss zu den Zukunftsplänen des Einkaufszentrums vermisst. „Wir erfahren als Mieter nichts“, ärgert sich der Geschäftsmann. Auch auf Nachfrage der BVZ gab es vom neuen Besitzer keine Stellungnahme, er war nicht erreichbar.

Jetzt will Stadtchef Georg Rosner sein Glück versuchen, um für das älteste Einkaufszentrum der Stadt doch noch ein Happy End zu erreichen. „Es ist auch für uns als Stadtgemeinde schwierig, mit dem Betreiber eine Gesprächsbasis zu finden, um über die Zukunftspläne zu reden. In den nächsten Tagen wurde mir aber ein Termin zugesagt“, heißt es von Bürgermeister Georg Rosner.