Gute Zahlen für Bezirk Oberwart. Der Burgenländische Jagdverband hat aktuelle Zahlen zur Jagd bekannt gegeben, der Bezirk Oberwart entwickelt sich gut.

Von Eva-Maria Leeb. Erstellt am 18. März 2020 (04:20)
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Die Jagdstatistik 2019 zeigt sowohl für das Burgenland, als auch für den Bezirk Oberwart rückläufige Zahlen. Betrug die Rotwildstrecke (Erlegtes Wild plus Fallwild und Straßentod) im Bezirk Oberwart im Jahr 2018 noch 285 Stück, lag sie 2019 bei 266 Stück. Bei der Rehwildstrecke blieb die Stückzahl mit 4.287 gleich wie im Jahr 2018. Beim Schwarzwild ist eine deutliche Steigerung zu erkennen. Lag die Schwarzwildstrecke 2018 noch bei 1.507 Stück, waren es 2019 2.682 Stück.

Rehwild schwieriger bei der Bejagung

„Beim Rotwild gab es eine leichte Verringerung um 5,5 Prozent. Die Rehwildstrecke ist um 1,3 Prozent zurückgegangen und im Vergleich zu 2018 auch gering, Die Streckenentwicklung ist in den letzten Jahren verhältnismäßig leicht zurückgegangen. Beim Rehwild muss man dazusagen, dass es immer schwieriger zu bejagen ist, durch die Beunruhigung durch Freizeitaktivitäten und der Jagddruck durch intensive Schwarzwildbejagung für die Jägerschaft immer schwieriger wird“, erklärt Klaus Gmeiner, Bezirksjägermeister des Bezirks Oberwart. Muffelwild gebe aktuell nur in drei Revieren im Bezirk Oberwart (am Geschriebenstein). „Der hohe Schwarzwildbestand 2019 war zu erwarten, weil wir im Jahr 2018 einen starkes Eichen- und Buchenmastjahr hatten“, sagt Gmeiner.

Bei der Entwicklung bei Reh- und Rotwild dürfte der Bezirk Oberwart gut dastehen, der Bestand hält sich aber in Grenzen, sodass es für Land und Forstwirtschaft keine erhöhten Schäden im Vergleich zu den Vorjahren zu erwarten sind. „Der Trend beim Schwarzwild war im gesamten Burgenland im Jahr 2019 zu spüren. Oberwart steht mit den Abschüssen an vorderster Front, sowohl beim Rotwild, als auch Schwarzwild“, so der Bezirksjägermeister.

Zu erwarten sei, dass es bei Rotwild- und Rehwildabschüssen keine gravierenden Änderungen im Bezirk Oberwart geben werde, beim Schwarzwild sei ein geringerer Zuwachs zu erwarten, vorausgesetzt die ASP (Afrikanische Schweinepest) tritt nicht auf.

„Sollte der Fall eintreten, werden wir versuchen, das Schwarzwild noch intensiver zu bejagen“, sagt Bezirksjägermeister Gmeiner abschließend.