Bürgerinitiative rettet den Schlosspark

Erstellt am 10. März 2022 | 05:52
Lesezeit: 3 Min
440_0008_8301418_owz10cari_bow_schlosspark_jormannsdorf.jpg
Der Schlosspark in Jormannsdorf soll in Zukunft als Park erhalten bleiben und nicht für Wohnungen verwendet werden.
Foto: BVZ
Die vor zwei Jahren gestartete Bürgerinitiative zur Erhaltung des Schlossparks Jormannsdorf feiert einen Erfolg: Es wird nicht gerodet.
Werbung

Bereits vor zwei Jahren startete in der Gemeinde Bad Tatzmannsdorf eine Bürgerinitiative zur Erhaltung des Schlossparks in Jormannsdorf. In diesem zwei Hektar großen Schlosspark befinden sich 200 Jahre alte Bäume, er liegt zwischen dem Schloss und der Bundesstraße B50. Der Schlosspark ist Privatbesitz der Bäckerei Thurner aus dem Mittelburgenland, dieser sollte allerdings verkauft werden. Potenzieller Käufer des Grundstücks war vor zwei Jahren die Oberwarter Siedlungsgenossenschaft.

Um die mögliche Rodung des Schlossparks zu verhindern, wurde eine Bürgerinitiative mit Peter Halper und Gerhard Unger gegründet. Im Zuge dessen wurden beinahe 600 Unterschriften gesammelt und der Gemeinde Bad Tatzmannsdorf überreicht.

Als es danach eher ruhiger um dieses Thema wurde, unternahmen Herbert Rehling und Gernot Nicka weitere Schritte in Sachen Schlossparkerhaltung. Nachdem das Ansuchen einer Rodungsbewilligung von der Bezirkshauptmannschaft Oberwart abgelehnt wurde, wurde der Fall vor dem Landungsverwaltungsgericht Burgenland verhandelt.

Gemeinde überlegt Rückwidmung

Vor ein paar Wochen kam dann das Ergebnis: Nach aktuellem Stand des Landungsverwaltungsgerichts Burgenland ist die Rodung des Parks nicht (mehr) möglich. „Der Schlosspark ist Kultur- und Umweltobjekt höchsten Ranges und kann wiederbelebt werden“, so Herbert Rehling, Initiator des Projekts.

„Der Bürgerinitiative zur Erhaltung des Jormannsdorfer Schlossparks und allen, die sie durch ihre Unterschrift unterstützt haben, sei herzlich gedankt“, so Rehling. Seitens der Gemeinde wird überlegt, ob dieses in Bauland gewidmete Grundstück wieder in ein Wald- oder Grünland rückgewidmet werden soll.

„Nachdem eine Wohnungsbewilligung nicht zu erwirken ist, ist dies ein denkbarer Weg“, so Bürgermeister Gert Polster. Gleichzeitig soll gemeinsam mit den Besitzern nach einem Weg gesucht werden, um das Grundstück in den Gemeindebesitz zu bringen. „Ich freue mich, dass diese Bürgerinitiative das gemeinsam mit unserer Unterstützung zusammengebracht hat. Jetzt liegt es an uns, einen langfristigen Weg zu finden, wie man dieses Grundstück erhalten kann“, so Vizebürgermeister Stefan Laimer.

Werbung