Inform: Mit Verordnung kommt Entscheidung. Von Planungssicherheit kann Messeveranstalter Markus Tuider nur träumen. Die Hoffnung aufgeben tut er aber nicht.

Von Carina Fenz. Erstellt am 27. Mai 2021 (08:15)
Markus Tuider will die 50. Inform veranstalten. Abhängig ist man jedoch von der nächsten Verordnung.
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In ziemlich genau drei Monaten sollte die Inform eröffnet werden. Es wäre die 50. ihrer Art, eine Jubiläumsmesse, die eigentlich schon im letzten Jahr stattgefunden hätte. Mit Ausbruch der Corona-Pandemie war das natürlich anders.

Mit den aktuellen Öffnungsschritten im Bereich der Gastronomie und Freizeitwirtschaft sowie der Ankündigung auf weitere Lockerungen sollte man jetzt vielleicht meinen, dass die heurige Inform eine „gmahde Wiesn“ ist.

Dem ist aber nicht so, auch „wenn es die richtigen Signale sind, die die Politik derzeit sendet“, erklärt Messeveranstalter Markus Tuider, der trotz aller Ungewissheit positiv für die Zukunft gestimmt ist. Das größte Problem — ein Messe oder nicht Messe auszusprechen — ist die fehlende Planungssicherheit im Vorfeld.

„Erst mit der neuen Verordnung, die im Juni erwartet wird, können wir eine Entscheidung treffen“, so Tuider. Bei der aktuellen 20-Quadratmeter-Regel ist eine Messe nicht durchführbar, „das wird auch bei einer 10-Quadratmeter-Regelung noch schwer werden. Dann könnten wir gleichzeitig um die 500 Personen einlassen und das ist für eine Messe auch noch viel zu wenig“, so Tuider.

Von einer Rekordmesse ist die Inform 2021 — sollte sie stattfinden — also weit entfernt, aber darum geht es dem Messeveranstalter auch nicht. „Für uns ist es in erster Linie wichtig, dass wir was tun können, für die Aussteller und die Besucher. Unsere Plattform ist für viele die einzige, um ihre Produkte zu bewerben. Bekannte Ware wird im Netz gekauft, aber neue Innovationen oder Techniken brauchen ein breites Publikum vor Ort“, erhofft sich Tuider vom Comeback der Inform.

Auf die Frage, wie man sich angesichts der übervollen Auftragsbücher in vielen Branchen, bei der Akquise von Ausstellern tut, meint Tuider: „Werbung muss dann gemacht werden, wenn es einem Unternehmen gut geht.“