„Judopapst“ Karner übergab sein Amt. Neo-Präsident Roland Poiger tritt in große Fußstapfen: Karl Karner übergab zuletzt sein Obmann-Amt an ihn.

Von Daniel Fenz. Erstellt am 09. Oktober 2019 (01:30)
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Amtsübergabe. Karl Karner mit seinem Nachfolger Roland Poiger (v.l.). Der Oberwarter Poiger ging selbst durch die Judoschule von Karner und ist seit Juni auch Präsident des Burgenländischen Judoverbandes.
Poiger

Es war dann so weit: Der Oberwarter Amtmann Roland Poiger trat die Nachfolge von Karl Karner als Obmann des Judoklubs in Oberwart an. Seit 1964, damals wurde der Klub gegründet, stand Karner dem Verein vor und war zudem auch Präsident des Burgenländischen Verbandes. Karner opferte für sein Hobby viel Zeit und brachte es so auch zu beachtlichen Erfolgen. Auch als Junioren-Nationaltrainer in den goldenen 80er Jahren und als Verbandspräsident im Burgenland war er ein entscheidender Faktor im Judosport.

„Burgenland spielt bei Wahl wichtige Rolle“

Roland Poiger, der selbst durch die Judoschule von Karner ging, ist diesem Sport seit 1983 verbunden und seit Juni auch Präsident des Verbandes. Er gibt als Obmann und Trainer seine Erfahrungen im Judosport ab sofort an die Kinder im Klub weiter. Unterstützt wird er von seinen Co-Trainern Bernadette Orban und Giuliano Filimon. „Nach 55 Jahren an der Spitze dieses Vereins bin ich froh, dass ich mit Roland einen bestens geeigneten Nachfolger gefunden habe“, so Karner zur BVZ.

Poiger ist sich der großen Fußstapfen bewusst. „Ich werde mich bemühen, den Verein in eine positive Zukunft zu führen und eigene Spuren zu hinterlassen. Professor Karner gebührt aufrichtiger Dank für sein Engagement über fünf Jahrzehnte.“

Und auch im österreichischen Judosport könnte das Burgenland in naher Zukunft ein gewichtiges Wörtchen mitreden. Am Samstag finden nämlich Neuwahlen des ÖJV statt, wobei Poiger erklärte, ohne dabei wirklich konkret zu werden: „Das Burgenland wird dabei eine wichtige Rolle spielen.“