Innovation aus Kemeten im Kampf gegen Corona

Der Kemeter Maschinenbauer Erwin Hochwarter hat für eine oberösterreichische Firma ein Gerät, auch zur Bekämpfung von Coronaviren, entwickelt.

Erstellt am 25. April 2020 | 03:07
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Masken-Spende. Erwin Hochwarter mit Bürgermeister Wolfgang Koller, der die Maske gleich ausprobiert hat.
Foto: Leeb

Eine technische Innovation, die auch im Kampf gegen Corona helfen kann, kommt teilweise aus Kemeten. Die oberösterreichische Firma „Biotech3D“ hat eine Technologie entwickelt, um ganze Räume mit einem Kaltvernebelungsgerät zu desinfizieren. Harald Rauchenschwandtner, Erfinder der Technologie und Gründer des Unternehmens „Biotech3D“, hat das Gerät in Zusammenarbeit mit dem Kemeter Maschinenbauer und Inhaber der Firma „H&P“ Erwin Hochwarter zur Serienreife entwickelt.

„Das Gerät wird exklusiv hier in Kemeten produziert und wurde bereits in Spitälern, Firmen, Labors und diversen anderen Einrichtung eingesetzt“, erklärt Erwin Hochwarter. Mittels Ultraschall wird ein in der Medizin zur Wunddesinfektion verwendetes Biozid als Nebel im Raum verteilt. Das Gerät kann mit einer App gesteuert werden, danach ist es empfehlenswert, die Räume gut zu lüften. „Die Nachfrage ist aktuell sehr groß, wir bekommen Anfragen aus dem In- und Ausland“, sagt Hochwarter. Er selbst und die meisten seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter waren vom Corona-Virus ebenfalls betroffen. „Bei uns in der Firma waren wir 13 getestete Personen, die ab 13 März fast gleichzeitig krank geworden sind. Zusätzlich waren noch Mitarbeiter in Quarantäne, da im Haushalt jemand erkrankt war“, sagt der Firmenchef. Bei den meisten sei die Krankheit leicht verlaufen, „aber wir litten alle an Geschmacksverlust.“ Der Betrieb sei nicht beeinträchtigt gewesen, da die meisten von zu Hause aus gearbeitet haben. Mittlerweile sind alle wieder gesund.

1.600 Masken für die Bevölkerung gespendet

Nun hat der Unternehmer der Gemeinde 1.600 Schutzmasken gespendet. „Die ersten Masken werden an Risikogruppen verteilt, die anderen können sich die Masken am Gemeindeamt abholen“, erklärt Bürgermeister Wolfgang Koller.