Sterntalerhof wieder offen. Auch der Sterntalerhof musste coronabedingt seine Pforten schließen. Viele Familien wurden in dieser Zeit online betreut. Seit 1. Juni herrscht wieder Betrieb am Hof.

Von Eva-Maria Leeb. Erstellt am 21. Juni 2020 (05:27)

Auch der Sterntalerhof in Kitzladen war von der Coronakrise stark betroffen. „Mitte März mussten wir unsere stationäre Betreuung von Familien aus Verantwortung gegenüber möglichen immungeschwächten Familienmitgliedern, gegenüber unseren Mitarbeitern und der Gesellschaft insgesamt vorläufig einstellen. Unseren Mitarbeiter in der tiergestützten Therapie gelang es noch gut, die Versorgung unserer Tiere am Sterntalerhof sicherzustellen. Unsere gesamte Arbeit war jedenfalls, so wie im Großteil des Landes, sehr beeinträchtigt. Trotz dieses einschneidenden Schrittes waren wir uns unserer Verantwortung bewusst, auch und besonders in dieser Krisenzeit für ‚unsere‘ Familien da zu sein“, erklärt Sterntalerhof-Geschäftsführer Harald Jankovits.

So haben die Mitarbeiter der Lebensbegleitung einen offenen Kommunikationskanal für betroffene Familien etabliert, um als „Stütze aus der Ferne“ da zu sein. „Unsere diplomierte Sozialarbeiterin koordinierte die - zumeist - telefonische Begleitung durch die zuständigen Therapeuten. Darüber hinaus taten wir unser Bestes, die erforderliche Begleitung über unser Netzwerk der mobilen Versorgung aufrechtzuerhalten. Und letztlich waren wir bemüht, nicht nur den laufenden Betrieb zu gewährleisten, sondern auch für die Zeit danach gut vorbereitet zu sein“, so Jankovits.

Kurzarbeit stand nie zur Debatte

Die letzten Wochen hätten gezeigt, dass es mit der Online-Begleitung betroffener Familien und in allen Bereichen drumherum für alle Mitarbeiter genug zu tun gab, Kurzarbeit sei daher im Sinne der Erfüllung des Vereinszwecks nicht in Frage gekommen.

Da der Sterntalerhof auf Spenden angewiesen ist, ist die Absage zahlreicher Veranstaltungen ein Schlag. „Die Absage aller Benefize sowie die Situation vieler Unternehmen einnahmenseitig trifft uns nicht unwesentlich, zumal wir unsere Arbeit zu 100 Prozent mit privater Unterstützung finanzieren. Und ob die seit Wochen in Ausarbeitung befindliche Förderrichtlinie der Bundesregierung für gemeinnützige Organisationen eine konkrete Hilfe sein wird, bleibt nach wie vor abzuwarten“, sagt der Geschäftsführer. Bislang habe man es jedenfalls ausschließlich den treuen Unterstützern zu verdanken, dass die Arbeit aufrechterhalten werden konnte.

Seit 1. Juni ist eine stationäre Betreuung betroffener Familien wieder möglich, natürlich unter bestmöglicher Berücksichtigung aller Vorsichtsmaßnahmen „und wir sind auf Monate hin sozusagen ‚ausgebucht‘“.

Der große Wunsch und die Hoffnung von Harald Jankovits Zeit ist, „dass wir alle diese schwierige Zeit möglichst gesund und unbeschadet überstehen, dass uns unsere Spender-Familie erhalten bleibt und dass die Menschen ihre für den Herbst und Winter geplanten Benefize und Veranstaltungen zugunsten unserer Arbeit durchführen können“. Denn nur so könne man weiterhin die ganze Kraft des Sterntalerhofs voll ausschöpfen, „für leidgeprüfte Eltern, die immer weiter machen müssen. Für Geschwisterchen, die helfen, wo sie können, und am Ende doch zu verlieren scheinen. Für Familien, deren gemeinsames Morgen in den Sternen steht.“