Kunst ist eine Torte für Konditormeisterin Isabell Kliaras

Oder ein Muffin. Oder ein Cupcake. Oder was auch immer Isabell Kliaras zaubert. Eine Zuagroaste als Konditormeisterin. Wie die studierte Steuerberaterin den Torten-Olymp erklommen hat? Stockwerk für Stockwerk natürlich!

Erstellt am 07. November 2021 | 05:29

Ihr Lebenslauf und die Familienkonstellation sind so bunt, wie die Verzierungen auf ihren süßen Kunstwerken. Isabell Kliaras ist gebürtige Ungarin, verheiratet mit einem „halben Griechen“ und gelebt hat das Ehepaar in den letzten Jahrzehnten in der Großstadt Wien. Dann war da plötzlich der Wunsch nach einem Haus im Grünen. Fündig wurde man schließlich in Kohfidisch.  „Die Suche hat lange gedauert, aber sich gelohnt. Wir kannten niemanden im Ort, das war eine Herausforderung, aber ich möchte nirgends anders mehr sein“, sagt Isabell Kliaras.
Die WU-Absolventin arbeitet in der Branche der Steuerberater. Zahlen, Fakten, Datensätze und naja, ein bisserl ein trockener Beigeschmack ist da halt, wenn man an „die Steuer“ denkt.

Kaum vorzustellen, dass Isabell erst seit einem Jahr den Schreibtisch gegen die Küche getauscht hat und jetzt mit ihrem Unternehmen „Fine Cake Art“ besonderen Anlässen im Leben ihrer Kunden die „Torten-Krone“ aufsetzt. „Gekocht und gebacken habe ich immer mit Leidenschaft. Anfangs noch mit meiner Oma, von ihr habe ich viel gelernt, schließlich weiß jeder, dass niemand so gut kocht und bäckt, wie eine Oma.“

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„Jede Torte gibt es so nur ein einziges Mal, jede ist ein Unikat. Das zeichnet meine Arbeit aus.“

Familie und Freunde werden im Laufe der Jahre, in denen Isabell ihrem Beruf in der Steuerberatung nachgeht, stets mit Liebe von ihr „bebacken“.
Dann führt ein Weg zum nächsten Etappenziel: Die heutige Konditormeisterin beginnt berufsbegleitend die Ausbildung dazu, schließt sie mit der Meisterprüfung ab und traut sich im „Corona-Jahr“ 2020 in die Selbstständigkeit. „Ich backe exklusive und sehr außergewöhnliche Torten für jeden Anlass. Vorrangig. Aber natürlich auch gerne andere Süßigkeiten für die perfekte Hochzeitstafel oder Geburtstagsfeier beispielsweise. Jede Torte gibt es so nur ein einziges Mal, jede ist ein Unikat. Das zeichnet meine Arbeit aus.“

„Perfektion ist Segen und Fluch zugleich“

Die Tortendesignerin trifft ihre Kunden vorab persönlich, um auch ganz bestimmt jeden Geschmack zu treffen. 08/15-Torten aus dem Katalog gibt es bei Isabell nicht. Punkt. „Ich bin eine Perfektionistin und erfinde mich und meine Arbeit leidenschaftlich gerne immer wieder neu. Oft ist es so arg, dass mein Mann, ebenfalls Perfektionist, dazwischen geht und meint, dass es jetzt aber wirklich gut genug ist“, lacht sie und fügt an: „Perfektion ist Segen und Fluch zugleich, aber ich kann’s nicht ändern.“

„An einer fünfstöckigen Hochzeitstorte muss ich auch nachts arbeiten, anders geht’s unmöglich.“

Isabell Kliaras persönlicher Albtraum? „Dass ich eine Bestellung vergesse. Wenn ich mit einer Torte in der Hand hinfallen würde, da könnte ich noch was retten, aber wenn ich eine Bestellung vergessen würde und die Kunden plötzlich in der Tür stehen, da kannst nix retten, das wäre ein Albtraum.“
Verziert und dekoriert werden die süßen Kunstwerke oft auch mitten in der Nacht. „Weil ich ausschließlich frische Torten liefere. Ganz frisch halt. Und an einer fünfstöckigen Hochzeitstorte muss ich auch nachts arbeiten, anders geht’s unmöglich.“

Wie professionell es bei Fine Cake Art „zugeht“, davon zeugen Tortenverkostungen vorab und zweimal jährliche Verkostungen von Hochzeitstorten. Die Nächste gibt’s übrigens am 13. und 14. November, bei Isabell in Kohfidisch. Anmelden kann man sich dafür auf: www.finecakeart.at.

Tipp dafür: „Genug Platz im Bauch dafür einplanen. Wär nämlich außerordentlich schade, auch nur einen Bissen von Isabells süßen Kunstwerken auslassen zu müssen!