Kein Internet? Aber dafür Ruhe!. Michael Pekovics über die Problematik von Breitband-Internet am Land.

Von Michael Pekovics. Erstellt am 29. März 2017 (05:53)
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Ländliche Regionen mit Streusiedlungen können nur schwer flächendeckend an das Glasfasernetz angeschlossen werden. Auch wenn es bis 2020 in jeder Gemeinde einen Knotenpunkt geben soll, so heißt das ja noch lange nicht, dass dadurch auch in jedem Haushalt „schnelles“ Internet verfügbar sein wird.

Wobei in der Diskussion auch zu bedenken ist, dass für den einen „schnell“, was für den anderen „langsam“ ist. Dazu kommen noch Faktoren wie die Entfernung vom Knotenpunkt und die Anzahl der Teilnehmer im Haushalt, die im Netz „hängen“.

Beim Thema „Breitband“ hat es die Politik nicht einfach – und sie ist selbst schuld daran. Immer wieder wird bei Pressekonferenz berichtet, dass nun diese oder jene Gemeinde über „Breitband“ verfügt. Auf die Jubelmeldung folgt dann oft schnell Ernüchterung bei den betroffenen Bürgern, weil das schnelle Internet dann doch langsamer ist, als erhofft.

Bleibt unterm Strich also die Erkenntnis, dass eine perfekte Infrastruktur nur den Zentren vorbehalten ist. Aber dafür haben ländlichere Regionen einen entscheidenden Vorteil: nämlich Ruhe und Abgeschiedenheit. Das kann kein Internet der Welt vermitteln.