Angebote braucht es für alle. Über genütztes Potenzial und neue Chancen für die Stadt Oberwart.

Von Carina Fenz. Erstellt am 30. Juli 2020 (02:40)

Knapp einen Monat nach der Eröffnung sieht man, dass das Konzept vom Stadthotel „Telegraph“ in Oberwart voll aufgegangen ist. Mitten in der Coronakrise gestartet, war das 50-Betten-Haus am Wochenende erstmals voll ausgebucht. Betreiber Klaus Glavanics hat trotz aller Zweifel, alles richtig gemacht. Der Mut — ein Hotel in einer Zeit zu eröffnen, wo Tourismus nicht selbstverständlich ist und noch dazu alle Messen und Großveranstaltungen in der Stadt abgesagt wurden — scheint belohnt zu werden. Für die Stadt jedenfalls ein Segen, denn Gästebetten waren in der Metropole des Südburgenlandes, so rar, wie die bekannte Nadel im Heuhaufen.

Weitaus weniger gut gelaunt sind hingegen viele Jugendliche von den Angeboten in der Bezirkshauptstadt (die BVZ hat dazu 30 Jugendliche befragt). Fehlende Freizeitmöglichkeiten, mehr Shoppingerlebnis und ein größeres Angebot an öffentlichen Verkehrsmitteln sind nur einige Wünsche der „Generation Z“. Ein Aufruf an die Politik, mehr Interesse, für junge Themen zu entwickeln, kommt da genau richtig. Die Lösungsansätze liefern die Jugendlichen nämlich meistens gleich mit. Und zuhören kostet bekanntlich auch gar nichts, bringt aber meistens viel.