Auch geringer Aufwand zählt. Über einen kleinen Bürgerprotest in Oberwart, der große Wirkung zeigte.

Von Carina Fenz. Erstellt am 17. September 2020 (03:37)

Knapp 50 Unterschriften von Bürgern sind für eine knapp 8.000 Einwohnerstadt, wie Oberwart, nicht viel, bewirken aber so einiges. Konkret geht es um die Anrainer der Dornburggasse, eine der meist befahrenen Straßen in der Stadt, die jetzt nämlich wegen der enorm gestiegenen Lärmbelastung auf die Barrikaden gestiegen sind. Der Neubau des Krankenhauses und eine große OSG Baustelle ließen das Verkehrsaufkommen stark ansteigen. Der Verkehrslärm sei nicht mehr auszuhalten, heißt es von den Bewohnern — „da hebe es einen ja regelmäßig aus dem Bett, wenn zig Lkws und andauernd die Rettung vorbeifahren.

Mit einer Unterschriftenaktion haben die Bewohner jetzt ein Statement gesetzt. Die Gemeinde, der man die Unterschriften übergeben hat, zeigte Verständnis und das, obwohl man eigentlich gar nicht zuständig ist, weil es sich (noch) um eine Landesstraße handelt. In einem ersten Schritt wurden Kanaldeckel getauscht und die Zusage für verkehrsberuhigende Maßnahmen erteilt. Für die Bevölkerung ist das ein wichtiger Schritt, für die Stadt ein ebensolch geringer Aufwand. Am Lärmpegel ändern wird das allerdings nicht viel, sorgt aber trotzdem (vorerst) für Ruhe.