Ausbildung schafft Jobs. Über die Entspannung am Arbeitsmarkt, aber viele offenen Stellen.

Von Carina Fenz. Erstellt am 05. August 2021 (05:07)

Die Corona-Pandemie hat den Arbeitsmarkt mächtig aufgewirbelt. Im November des Vorjahres — zu Beginn des zweiten Lockdown — waren im Bezirk 2.012 Personen arbeitslos, rund 70 Prozent davon hatten keine abgeschlossene Berufs- oder Schulausbildung. Mit Ende Juli hat man im Bezirk 1.732 Arbeitslose. Noch drastischer war es mit der Kurzarbeit. Seit Beginn der Pandemie im März 2020 waren mehr als 600 Betriebe mit über 8.000 Mitarbeitern in Kurzarbeit. Aktuell befinden sich noch 13 Betriebe mit 33 Mitarbeitern in Kurzarbeit. Der Arbeitsmarkt scheint mit einem blauen Auge davon gekommen zu sein, auch weil die Kurzarbeit gewirkt hat.

Trotzdem hat man mit einer hohen Frauenarbeitslosigkeit zu kämpfen und tut sich schwer, arbeitssuchende Menschen für Jobs zu begeistern. Die oft erwähnten unattraktiven Arbeitsbedingungen in der Gastronomie, die die meisten offenen Stellen hat, tragen hier viel dazu bei. Was sich aber — trotz sinkender Zahlen — nicht ändern wird, ist die Tatsache, dass es meist Menschen mit schlechter Schulausbildung sind, die auf Arbeitssuche sind. Schafft man erst einmal hier die Trendwende, dann kann man auch die vielen offenen Stellen besetzen und für echte Entspannung am Arbeitsmarkt sorgen.