Bio macht nur regional Sinn. Über den steinigen Weg zur Bio-Wende am Beispiel der Bäckerei Ringhofer

Von Carina Fenz. Erstellt am 06. November 2019 (03:04)

Das Burgenland hat die Bio-Wende eingeläutet. Mit einem 12-Punkte-Programm soll das Vorhaben in den nächsten Jahren schrittweise umgesetzt werden. So ist es das Ziel, dass bis 2024 alle Küchen des Landes Burgenland auf Bio setzen. Damit sind die Schritte auf dem Weg zum Bioland Nummer 1 von der Landesregierung klar skizziert. Eine ähnliche Vorstellung hat auch Bäcker Günter Ringhofer aus Pinkafeld, der bei seinen Produkten seit 20 Jahren ohne Zusatzstoffe auskommt und jetzt den Schritt gewagt hat, die Produktion in einem ersten Schritt auf Bio umzustellen.

Ein langer Weg, den Ringhofer aber zuvor gehen musste, denn es war gar nicht so leicht, die benötigte Menge an Getreide in Bio-Qualität aus regionalem Anbau zu bekommen. Das zeigt, dass es am Weg zur Bio-Wende doch noch einige Schwierigkeiten zu überwinden gilt und der Gedanke, sich von konventioneller Landwirtschaft komplett zu verabschieden, vorerst noch ein Wunschtraum bleibt. Letztendlich machen Bio-Produkte nur dann Sinn, wenn sie aus regionalem Anbau kommen. Biologische Lebensmittel auf langen Transportwegen zu importieren, würde den positiven Effekt auf Umwelt- und Klimaschutz wieder umkehren.