Chance für ein besseres Image. Über neue Wege beim Vertrieb von Wildbret im Südburgenland

Von Carina Fenz. Erstellt am 16. April 2020 (01:45)

Immer wieder wird die Jagd durch die öffentliche Darstellung in ein schlechtes Licht gerückt. Dabei ist sie viel mehr als das. Weniger Emotionen und mehr Argumente wären dabei wünschenswert, denn bei der Jagd geht es auch darum, dass die Jäger für einen intakten, artenreichen Lebensraum sorgen und ihre Reviere hegen. Die Coronakrise hat die Jagd jetzt vor neue Herausforderungen gestellt, denn auch, wenn das Ausüben der Jagd erlaubt ist, können die Wildbrethändler das Fleisch nur schwer verkaufen, da viele Gasthäuser geschlossen sind und dementsprechend Abnehmer fehlen.

In wenigen Tagen hat ein Projektteam rund um Roman Bunyai ein neues Konzept ausgearbeitet, welches vorsieht, dass der Jäger als Direktvermarkter seines Wildbrets auftreten kann. Soll heißen: Das Fleisch für den Wildschweinbraten am Sonntag kann künftig direkt beim örtlichen Jäger gekauft werden. Ein tolles Konzept, denn wenn der Konsument weiß, woher sein Essen kommt, dann schmeckt‘s gleich viel besser. Außerdem wird es immer wichtiger, regional zu kaufen und mehr „Bio“, als beim Wildbret geht wohl nicht. Der positive Nebenaspekt dabei ist die Tatsache, dass die Chancen für ein besseres Image der Jagd definitiv steigen.