Demenz kann jeden treffen. Über den sozialen Auftrag der OSG, der Menschen in Würde alt werden lässt

Von Carina Fenz. Erstellt am 18. Dezember 2019 (04:05)

Rund 130.000 Menschen leiden in Österreich an Demenz und geht man nach Expertenmeinungen, dann werden es in den nächsten Jahren noch mehr werden. In Oberwart gibt es seit zwei Jahren ein eigenes Demenzzentrum, wo ausschließlich Menschen mit dieser Erkrankung leben. Errichtet wurde dieses von der Oberwarter Siedlungsgenossenschaft, als Betreiber fungiert die Diakonie Südburgenland. Derzeit werden dort 24 Demenzpatienten betreut, die Nachfrage ist aber weit höher als das Angebot. Die Einrichtung von der sowohl Patienten, als auch die Angehörigen profitieren, ist mittlerweile zu einer Erfolgsstory geworden.

Die betroffenen Patienten haben ein zu Hause gefunden, können trotz der schleichenden Krankheit, in der sich das Vergessen immer mehr in den Vordergrund drängt, soziale Kontakte pflegen, miteinander leben, aktiv sein und somit ihre Lebensqualität erhalten. Die OSG hat jetzt mit den Plänen aufmerksam gemacht, ihr bald altes Bürogebäude zu einem weiteren Demenzzentrum auszubauen. Ein wichtiger Schritt für die OSG, die damit ihrem sozialen Auftrag nachkommt und ein noch wichtigerer Schritt, um demenzkranken Menschen, genug Raum zu geben, um in Würde ihren Lebensabend zu verbringen.