Der Abschied der „blauen Lady“. Michael Pekovics über Nachwahl-Konsequenzen und harte Oppositionsarbeit ohne Ilse Benkö.

Von Michael Pekovics. Erstellt am 25. Oktober 2017 (04:01)

Mit dem Rückzug von Ilse Benkö (FPÖ) aus dem Gemeinderat verliert die Oberwarter Politik eine ihrer schillerndsten Gestalten. Angefangen vom bescheidenen Wahlergebnis bei der Bürgermeisterwahl (minus 3,8 Prozent) über das Faktum einer absoluten ÖVP-Mehrheit bis hin zur damit verbundenen geplanten „Fundamentalopposition“ der FPÖ-Stadtgruppe reichen die Gründe dafür.

Wobei vermutlich das Minus bei der Bürgermeisterwahl am schwersten wiegt. Ist es doch – auch angesichts des kleinen Plus bei der Gemeinderatswahl – ein klares Zeichen dafür, dass speziell Benkös konstruktive Mitarbeit in den vergangenen Jahren von den Wählern nicht im gleichen Ausmaß goutiert wird wie ihre beinharte Oppositionspolitik in den Jahren davor. Der Rücktritt hat auch Folgen für die Arbeit des Gemeinderates, der wird sich nämlich künftig auf oppositionelle blaue Querschüsse einstellen müssen.

Unterm Strich verliert der schwarz-türkise Stadtchef Georg Rosner mit Benkö dennoch eine Mitstreiterin. Denn egal wie hart die Kritik der „blauen Lady“ immer wieder auch war, im Kern ging es ihr immer um die Sache – um die Stadt Oberwart.