Der Gast wird sich anpassen. Über das generelle Rauchverbot ab 1. November in der Gastronomie

Von Carina Fenz. Erstellt am 23. Oktober 2019 (03:46)

Ab 1. November hat es sich ausgeraucht. Da tritt das absolute Rauchverbot in der Gastronomie in Kraft. Ausnahmen gibt es keine. Vor allem das Nein des Verfassungsgerichtshofs zum Rauchen in der Nacht-Gastronomie schlägt jetzt hohe Wellen. Denn damit tritt das absolute Rauchverbot auch in Bars und Diskotheken in Kraft.

Während die Nichtraucher jubeln und die Raucher sich diskriminiert fühlen, sind es vor allem die Gastronomen, die sich angesichts der Never-ending-Story rund um den Nichtraucherschutz, mit gemischten Gefühlen auf ein neues Tanzparkett bewegen müssen. Die Angst, den Raucher als Gast zu verlieren, schwirrt wie ein Damoklesschwert über so manchen Wirten. Aus gutem Grund. Die Branche kämpft seit Jahren auf vielen Schauplätzen.

Behördliche Auflagen und der Personalmangel befeuern das subjektive „Alle-sind-gegen-uns-Gefühl“. Das wird jetzt unnötigerweise durch das Rauchverbot angeheizt. Hätte die Politik die Wirte nicht erst zigtausend Euros in eigene Raucherräume investieren lassen, wäre der Unmut sicher geringer. Aber eines ist gewiss, der Gast wird sich anpassen, denn nicht umsonst haben fast 900.000 Menschen das Nichtraucher-Volksbegehren unterzeichnet.