Der Präsident ist nun in der Pflicht . Daniel Fenz über strukturelle Veränderungen beim SV Oberwart.

Von Daniel Fenz. Erstellt am 14. November 2018 (01:10)

„Wo gehobelt wird, fallen Späne“, so ein Sprichwort, welches zuletzt auch beim Burgenlandligisten aus Oberwart wieder Einzug hielt. Rückblende: Vor knapp zwei Jahren übernahm Roland Horvath das Amt als Obmann von Michael Leitgeb. Letzterer konnte mit Präsident Gerhard Horn nicht so wirklich.

Die Liaison mit Horvath funktionierte besser – und fruchtete. Denn nach dem bitteren Abstieg 2017 in die 2. Liga, folgte nur ein Jahr später die Rückkehr nach oben. Und auch dort fasste man Fuß. Der Kader ist gut, der Nachwuchs drängt hinten nach und es schien alles in geregelten Bahnen, ehe Horvath zuletzt bekannt gab, sein Amt im Jänner 2019 zur Verfügung zu stellen.

Aus Zeitgründen, was verständlich ist, aber überraschend kommt und auf Unstimmigkeiten mit Horn zurückzuführen sein könnte. Nun kündigte Horn schon an, ein Team zusammenstellen zu wollen, um den SVO weiter in die richtige Richtung zu lenken. Dies sei in naher Zukunft die Regionalliga – aus Sponsorensicht (Horn ist Geschäftsführer bei Klöcher Bau) nachvollziehbar. Sportlich ist es schwierig, denn diese Liga (wenig attraktive Gegner, keine Derbys) rückte aus dem Süd-Fokus. Das macht die Sache schwer planbar, machbar wäre es allemal. Dennoch: Dieser Schritt muss überlegt sein, denn einen Scherbenhaufen, wie jenen nach dem letzten Ostliga-Abenteuer, übernimmt wohl keiner mehr.