Die Bahn bleibt im Gespräch

Über das Projekt Grenzbahn, dessen Finanzierung einer Mammutaufgabe gleicht.

Erstellt am 04. März 2021 | 03:21

Die Diskussionen rund um die Errichtung eines Radweges auf der Bahntrasse Oberschützen-Bad Tatzmannsdorf bis Rechnitz lässt die Wogen hoch gehen. Mit der geplanten touristischen Nutzung, die das Land anstrebt, würde man der Bahnstrecke zwar ein Stück Nachhaltigkeit zurückgeben, gleichzeitig aber auch die Pläne für das Projekt Grenzbahn für immer in der Schublade verschwinden lassen. Dass der Ärger bei vielen Bahnfreunden und Befürwortern des umweltfreundlichen Verkehrs umso größer ist, kann man verstehen.

Immerhin hat der damalige Landeshauptmann Hans Niessl im Wahlkampf 2015 gemeinsam mit dem ungarischen Staatssekretär Magyar Levente eine Studie zur Wiederbelebung der ehemaligen Verkehrsader präsentiert, die einen hohen wirtschaftlichen Nutzen für die Region sieht. Das Problem ist aber, wie so oft, die Finanzierung. Rund 350 Millionen Euro würde das Projekt kosten, die jährliche Instandhaltung fünf Millionen Euro. Eine Summe, die das „kleine“ Burgenland niemals alleine stemmen kann. Dass das Thema Grenzbahn aber wieder an Fahrt aufgenommen hat, ist zumindest wieder ein positives Signal, um vielleicht — vor allem in finanzieller Hinsicht — wieder gemeinsam etwas zu bewegen.