Die Suche darf nicht aufhören

Erstellt am 29. November 2017 | 05:12
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Michael Pekovics über die erneute Suche nach dem Massengrab jüdischer Zwangsarbeiter in Rechnitz.

Die Suche nach den 180 ermordeten jüdischen Zwangsarbeiter in Rechnitz darf nicht aufhören, bis das Massengrab gefunden wurde. Auch wenn es jetzt mehrere Jahre still in der Angelegenheit war, im Hintergrund gab es ständig Recherchen und Bemühungen, die irgendwo rund um den Kreuzstadel verscharrten Leichen zu finden.

Die aktuellen Grabungen sind auf die Initiative der Gemeinde unter Bürgermeister Engelbert Kenyeri zurückzuführen, der aufgrund neuer Luftbildaufnahmen aus dem Zweiten Weltkrieg dem Bundesdenkmalamt die Grundlage für die aktuelle Suche geliefert hat. In Rechnitz sind jetzt die Archäologen am Wort, nach den groben Baggerarbeiten werden sie damit beginnen, an „verdächtigen“ Stellen, also an jenen, wo sich aufgrund früherer Grabungsarbeiten verfärbtes Erdreich befindet, genauer zu graben.

Auch wenn bisher nur Patronen aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden wurden, so besteht nach wie vor die Hoffnung, das Massengrab zu finden. Dann würden nicht nur die Ermordeten ihre letzte Ruhe finden, auch die Gemeinde Rechnitz könnte endlich einen Schlussstrich unter die Vergangenheit ziehen.