Die Suche muss weitergehen. Carina Fenz über die erneute Suche nach dem Massengrab jüdischer Zwangsarbeiter in Rechnitz

Von Carina Fenz. Erstellt am 13. März 2019 (03:10)

Das „Massaker von Rechnitz“ im Jahr 1945 gilt als eines der rätselhaftesten Verbrechen in Österreich. Bis heute wurden die Opfer, rund 180 jüdische Zwangsarbeiter, nicht gefunden. Auch der 16 Versuch, das Massengrab zu finden, brachte keine Ergebnisse. Trotzdem darf die Suche nicht aufhören, bis das Massengrab gefunden wird.

Dahinter steht neben dem Verein RE.F.U.G.I.U.S., deren Mitglieder sich zwar redlich bemühen, an die nicht aufgearbeiteten Gräueltaten der Nazi-Herrschaft beim Südostwallbau zu erinnern, auch das Bundesdenkmalamt, das jetzt weitere Grabungen ankündigt und auch die Bevölkerung um Mithilfe bittet. Einer dieser Hinweise, der Anlassfall für die aktuelle Grabung war, kam von Erich Deutsch, der eine Aussage seines Großvaters zu dieser Gräueltat bekannt machte. Leider ohne Erfolg.

Es wäre wünschenswert, dass es viel mehr Menschen wie Deutsch gibt, die sich der Sache annehmen und zwar so lange, bis wir ein diesbezügliches Bewusstsein entwickelt haben und Verantwortung übernehmen. Dann würden die Ermordeten ihre letzte Ruhe finden und auch die Gemeinde Rechnitz könnte endlich einen Schlussstrich unter die Vergangenheit ziehen.