Die „Verrückten“ geben jetzt auf

Michael Pekovics über das Aus des Dreschkirtags und den Schaden für die Region.

Michael Pekovics
Michael Pekovics Erstellt am 01. August 2018 | 04:05
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Bürokratie und hohe Auflagen für Veranstaltungen fordern das nächste Opfer. Nach dem Radmarathon in Schlaining, der ebenfalls wegen Behördenauflagen und offener Haftungsfragen „verschwunden“ ist, verliert das Südburgenland mit dem Dreschkirtag eine für Österreich einzigartige Veranstaltung.

Rund 14.000 Menschen jährlich besuchten das Event in Rechnitz und brachten auch dementsprechende Wertschöpfung in die Region, immerhin wurden im Vorjahr 5.500 Schnitzel verkauft und rund 2.000 Nächtigungen gezählt. Die Gäste kamen aus Deutschland, der Schweiz und ganz Österreich – teilweise sogar mit eigenem Traktor angereist.

Am Anfang eines solchen Projekts stehen immer ein paar „Verrückte“, wie Veranstalter Dietmar Lindau selbst betont. Diese wurden jetzt von „Verrücktheiten“ in die Knie gezwungen. Das reicht von Blitzschutzevakuierungsplänen bis hin zu Lärmprotokollen, die für eine solche Veranstaltung – Stichwort „historische Landtechnik im Einsatz“ – einfach nicht anwendbar sind. Und dass es laut Lindau „gar keine“ Hilfe seitens Politik, Wirtschaft oder Tourismus gegeben hatte, ist auch ein wenig traurig – wenn nicht sogar verrückt.