Diskutieren kost‘ ja (noch) nix. Über die Stadt Oberwart, die manchmal selbst über sich hinauswächst

Von Carina Fenz. Erstellt am 01. April 2021 (02:54)

Die Stadt Oberwart wächst als Metropole des Südens mit jedem Tag ein wenig mehr. Ein Weg, der aber auch gewisse Herausforderungen mit sich bringt. Mit dem stetigen Wachstum, muss nämlich auch die Infrastruktur immer breiter aufgestellt werden und das kostet Geld, oder besser gesagt viel Geld. Am Beispiel der Stadt Oberwart will man in den nächsten Jahren darum auch kräftig investieren. Ein neuer Bildungscampus, der bis zu 30 Millionen Euro kosten könnte, die damit einhergehende Verlegung der Stocksportanlage und des Tennisplatzes (rund 2 Millionen Euro) oder auch zahlreiche Bauprojekte (Sanierung von Straßen, Brücken) sowie die Umsetzung des Projektes „Stadtgarten“ stehen hier auf dem Plan.

Als „türkise“ Gemeinde hat man sich auch entschlossen, das „rote“ Thema 1.700 Euro netto Mindestlohn für Gemeindemitarbeiter im Herbst zur Abstimmung in den Gemeinderat zu bringen. Bis dahin will man errechnen, wie viel der Umstieg in das neue Besoldungsmodell für Mitarbeiter kostet. Von mehr als 400.000 Euro pro Jahr geht man derzeit aus. Geld, das in weiterer Folge für Projekte fehlt. Aber schon alleine der Diskussionsprozess zeigt, dass man sich heiklen Themen nicht verwehrt und als Stadt manchmal über sich selbst hinauswächst.