Effizienz wird gesteigert

Über die neuen, alten Strukturen in den Krankenhäusern Oberwart und Güssing.

Erstellt am 21. Januar 2021 | 03:06

Vor ziemlich genau elf Jahren sorgten die Pläne der KRAGES, eine Verbundlösung in Form eines Mehrfachprimariats zu verwirklichen, für einen riesen Aufschrei unter den Ärzten. Konkret ging es darum, dass der bereits bestehende Krankenhaus-Verbund Oberpullendorf/Güssing um das Krankenhaus Oberwart erweitert wird. Die Bedenken der Ärzte waren damals, dass die Ausbildung leiden würde und die Arbeitsbelastung für Fachärzte steigen könnte. Aktuell gibt es eine solche Lösung wieder für die Krankenhäuser Oberwart und Güssing, obwohl man 2016 der Verbundlösung eigentlich abgeschworen hat: Zukünftig leiten drei Primarärzte aus Oberwart auch die Abteilung in Güssing.

Damit folgt man laut KRAGES dem im Jahr 2019 beschlossenen „Masterplan Burgenlands Spitäler“. Laut KRAGES gehe es vor allem um Effizienzsteigerung auf lange Sicht, als um große Einsparungen. Aktuell geht es aber auch darum, angesichts der zunehmenden Spezialisierung der einzelnen Häuser, dass man sich sowohl in Oberwart, als auch in Güssing in seinen Spezialgebieten einen Namen macht. Eine Win-Win-Situation für die Patienten, aber auch für den Medizinernachwuchs, der ohnehin in allen Häusern dringend gefragt ist.