Ein Euro pro Kopf für die Bahn?. Michael Pekovics über den Kauf der Bahnstrecke durch das Land.

Von Michael Pekovics. Erstellt am 12. Juli 2017 (05:56)

Rund 63.000 Euro verlangt das rot-blaue Land von den drei an der Bahnlinie liegenden Gemeinden Oberwart (31.800 Euro), Pinkafeld (24.400 Euro) und Riedlingsdorf (7.400 Euro), um den Kauf der Strecke abzuwickeln – immerhin 4,50 Euro pro Einwohner.

Dass jetzt Oberwarts ÖVP-Stadtchef Georg Rosner vehement mehr Informationen fordert, mag in der Natur der (Wahlkampf-)sache liegen. Überraschend ist allerdings, dass sich auch die SPÖ-Bürgermeister von Pinkafeld und Riedlingsdorf, Kurt Maczek und Wilfried Bruckner, gegen diese Kostenteilung stellen. Sie fordern vielmehr die Einbindung der ganzen Region. Denn schließlich ist es kein Geheimnis, dass durch den Ankauf der Bahn starke Arbeitgeber wie etwa Stahlbau Unger in der Region gehalten werden sollen.

Die Argumentation der SPÖ-Ortschefs: Die Arbeitnehmer kämen ja aus der ganzen Region, die davon profitiere, deshalb sollen auch alle zahlen – pro Kopf wären das auf den Bezirk umgerechnet rund ein Euro pro Einwohner. Was am Ende bleibt, ist die Frage, ob der Kauf einer Bahnstrecke tatsächlich von einem Betrag von 63.000 Euro abhängig gemacht werden kann?