Ein Gewinn für alle Beteiligten. Carina Fenz über die unrentable Städtische Küche und eine Win-Win-Situation

Von Carina Fenz. Erstellt am 01. Juli 2021 (05:56)

Erst kürzlich hat das Land Burgenland die altbekannte „Kantine“ um drei Millionen Euro zum Restaurant umfunktioniert. Wo früher zugekaufte Speisen ausgegeben wurden, kocht man künftig – entsprechend der Bio-Vorgaben im Regierungsprogramm – frisch und selbst.

Ein Trend, den auch die Stadtgemeinde Oberwart in den letzten 50 Jahren mit der eigene Betriebskantine — die Städtische Küche im Internat — verfolgt hat. Knapp 1.000 Speisen, vor allem für Internatsschüler und Hortkinder, wurden hier täglich zubereitet. Damit ist ab 1. September aber jetzt Schluss.

Betriebswirtschaftlich gesehen ist die Küche seit Jahren unrentabel. Um die Preise aber möglichst niedrig zu halten — vor allem um Familien nicht noch mehr finanziell zu belasten — zog man den Minusposten jahrelang im Budget mit. Die ausverhandelte Kooperation mit der Gästehäuser Burgenland GmbH (GHB) kommt der Stadt jetzt ganz recht.

Jene GHB war es auch, die im Vorjahr, damals noch als Verein Step-Gästehäuser bekannt, selbst in finanzielle Schwierigkeiten geraten war und in eine Landesholding eingegliedert wurde. Im Falle der Kooperation zwischen Stadt und GHB ist jetzt auch beiden geholfen. Die GHB können dank größerer Mengen günstiger kalkulieren und die Stadtgemeinde ist einen finanziellen Klotz am Bein los.