Erst die Zeit wird es zeigen. Über die Öffnung der Gastronomie und die Sinnhaftigkeit von so manchen Maßnahmen.

Von Carina Fenz. Erstellt am 20. Mai 2021 (02:47)

Hand aufs Herz — die Wiedereröffnung der Gastronomie ist schon ein wenig, wie Weihnachten und Ostern zusammen. Viele Gastronomen wollen nur mehr eines, nämlich das tun, was sie können und das ist gewiss nun einmal Gäste bewirten. Den einen sind da die von der Regierung verordneten Maßnahmen kein Dorn im Auge. Den anderen aber, stößt es dabei sauer auf, wenn sie ihre Gäste „kontrollieren“ müssen. Die Rede ist da von den negativen Covid-Tests, ohne die ein Gast ein Lokal — bleibt man länger als 15 Minuten — nicht betreten darf. Immer wieder, natürlich nur hinter vorgehaltener Hand, ärgern sich Gastronomen — meistens jene, die vorerst nicht öffnen wollen — darüber und nicht ganz ohne Grund.

Das Personal muss nämlich laut Verordnung nur einmal pro Woche zum Covid-Test, um dann mit Mund-Nasen-Schutz zu arbeiten. Lässt man sich aber als Mitarbeiter gar nicht testen, dann muss man nicht, wie Schüler oder Gäste zu Hause bleiben, sondern darf mit FFP2-Maske arbeiten. Nun, sich jetzt über die Sinnhaftigkeit der Regeln zu unterhalten, würde nichts ändern. Ob aber die Öffnung der Gastronomie unter den Voraussetzungen auch wirklich funktioniert, wird sich wohl erst in den nächsten Wochen zeigen.