Geholfen hat man niemandem. Über die neuen Corona-Maßnahmen in der Gastronomie.

Von Carina Fenz. Erstellt am 22. Oktober 2020 (03:25)

Die neuen Maßnahmen der Bundesregierung bringen einige positive Überraschungen mit sich, zumindest für die Gastronomie. Die ist sich nämlich einig, dass es so gut wie keinen Unterschied macht, ob jetzt zehn oder sechs Personen an einem Tisch Platz nehmen. Vielmehr haben die meisten Wirte mit schärferen Maßnahmen gerechnet, wie dem zusätzlichen Verbot von Gesichtsschildern, einer früheren Sperrstunde oder der Registrierungspflicht.

Trotzdem setzen die neuen „milden“ Maßnahmen der Branche wieder zu, denn die Verunsicherung in der Bevölkerung steigt weiter an. Die Gäste gehen zwar weiterhin in Lokale, werden aber stetig weniger, auch da sind sich die Wirte einig. Dass es Maßnahmen zur Bekämpfung der Verbreitung des Corona-Virus braucht, steht außer Frage, aber dass man mit ständigen Nachschärfungen in der Gastronomie, die Menschen noch mehr zum zu Hause feiern animiert, liegt umgekehrt auch auf der Hand. Leider setzt nicht jeder auf genug Eigenverantwortung. Eigentlich schade, denn — laut Regierung — passieren gerade dort die meisten Ansteckungen.

Geholfen hat man mit den Gastronomie-Verordnungen aber niemandem, weder der Corona-Statistik, noch den Wirten.