Gutes Argument? Gewonnen!

Über das geplante Krematorium und die „Defensive“ als schlechteste Option

Erstellt am 02. September 2021 | 05:10

Das Burgenland soll in Markt Allhau sein erstes Krematorium bekommen. Diese Nachricht sorgte in den vergangenen Tagen für viele erstaunte Blicke. Die Resonanz darauf war aber, schon ein wenig verwunderlich, sehr positiv. Nun gut, die genauen Pläne kennt man noch nicht. Diese werden dem Gemeinderat, heute Donnerstag, erstmals unterbreitet. Blickt man jetzt aber ein paar Jahre zurück, dann sorgten ähnliche Pläne in Deutschkreutz für einen jahrelangen Bewilligungsstreit. Diese Angst spielt natürlich — vor allem beim Ideengeber und späteren Betreiber — auch beim Projekt in Markt Allhau eine große Rolle. Darum auch die Geheimniskrämerei?

Fakt ist, dass Urnenbestattungen auch im Burgenland über die letzten Jahre deutlich zugenommen haben. Im Jahr 2019 waren rund 22 Prozent der 3.800 vorgenommen Bestattungen im Burgenland Feuerbestattungen. Die Idee, darum ein Krematorium auf heimischen Boden zu errichten ist also keine Schlechte. Die Anfahrtswege werden kürzer, die Kosten weniger und natürlich bringt der Betrieb auch Wertschöpfung. Für neue Ideen braucht man sich nicht zu verstecken, im Gegenteil. Mit breiter Brust und einer guten Begründung, ist die Offensive immer das bessere Argument, um zu überzeugen.