Hauptsache, es passiert etwas. Über die Chance, das Radfahren im Alltag weiter voranzutreiben.

Von Carina Fenz. Erstellt am 25. März 2021 (02:42)

Der Radweg, der auf der alten Bahntrasse errichtet und zukünftig acht Gemeinden miteinander verbinden wird, ist wortwörtlich auf Schiene gebracht worden. Bei einem sind sich nahezu alle Ortschefs und auch das Land einig: Sollte sich die ÖBB entschließen, die Strecke zu reaktivieren, müssen nicht erst Verhandlungen mit privaten Grundstückseigentümern geführt werden – sondern das Streckenband befindet sich bereits in öffentlicher Hand. Bis dahin wird allerdings noch viel Wasser die Pinka herunterrinnen, aber man weiß ja nie, ob das Unmögliche, nicht doch einmal möglich wird. Aber natürlich gibt es nicht positive Stimmen zum laufenden Projekt.

Kritiker sprechen vom teuersten Radweg aller Zeiten und von einer vernichtenden Zukunftschance. Eine berechtige Kritik, denn Bahnfahren ist wesentlich klimaschonender, als beispielsweise der G1-Bus als einziges öffentliches Verkehrsmittel in Richtung Wien. Andererseits birgt der Radweg auch eine Möglichkeit, vor allem in touristischer Hinsicht, den sanften Tourismus in der Region noch mehr zu verankern. Und wer weiß? Vielleicht radeln wir künftig bald alle zur Arbeit, zum Shoppen oder zum Buschenschank. Ein nachhaltiger Gedanke.