Hinschauen statt wegschauen. Über sinnlose Zerstörungswut und mehr Zivilcourage in der Bevölkerung

Von Carina Fenz. Erstellt am 08. Januar 2020 (01:58)

Vandalenakte in der Stadt Oberwart in der Zeit rund um den Jahreswechsel sorgen derzeit für viel Unmut. Beschmierte Hausmauern, zerstörte Kaugummiautomaten, umgeworfene Verkehrszeichen, heruntergerissene Mülleimer und Messingtafeln an der Rathausfassade waren die Folge. Blickt man einige Jahre zurück, findet man immer wieder Fälle von Vandalismus in der Stadt. Seien es Schmierereien oder Sachbeschädigung – die Taten werden meist von oft noch minderjährigen Jugendlichen verübt. Fast immer gehen mehrere Fälle von sinnloser Zerstörungswut auf die Kappe von ein und denselben Tätern oder Gruppen, die aber in den meisten Fällen nicht ausgeforscht werden können. Nach den neuerlichen Vandalenakten ist man in Oberwart jetzt einer bestimmten Tätergruppe auf der Spur.

Einfach wird das für die Polizei freilich nicht, denn ohne Hinweise aus der Bevölkerung verlaufen auch die besten Spuren oftmals im Sand. Hier gilt es auch in der Bevölkerung oftmals mehr Zivilcourage zu zeigen, denn unser Zusammenleben geht alle etwas an und Vandalismus ist kein Kavaliersdelikt. Wegsehen oder weglaufen gilt nicht - jeder kann helfen, ohne sich selber in Gefahr zu bringen.