Hinter dem Kauf steckt mehr. Michael Pekovics über die plötzliche Aufwertung der Bahnstrecke Oberwart.

Von Michael Pekovics. Erstellt am 27. September 2017 (05:12)

Als Landeshauptmann Hans Niessl vor zwei Wochen den Kauf der Bahnstrecke Oberwart-Friedberg durch das Land besiegelte, war der Ausbau zu einer Teststrecke wohl vermutlich schon fast unter Dach und Fach.

Insofern hat das Land mit dem ÖBB-Deal nicht nur den Güterverkehr gerettet, sondern damit vermutlich auch erst überhaupt die Möglichkeit geschaffen, Europas erste Teststrecke für selbstfahrende Züge zu errichten.

Menschenleere Züge auf einer Strecke zu testen, auf der erst im Jahr 2011 der Personenverkehr eingestellt wurde, entbehrt zwar nicht einer gewissen Ironie, hat aber auf alle Fälle jede Menge Charme. Weil damit ein Schritt in die Zukunft gemacht wird und es durchaus sein kann, dass sich aufgrund dieser Investition neue Betriebe im Bereich Forschung und Entwicklung (F&E) im Bezirk Oberwart ansiedeln.

Und das würde nicht nur der Region, sondern auch dem Land und sogar Österreich gut tun, schließlich gibt es gerade im F&E-Bereich jede Menge Aufholbedarf. Und vielleicht fahren dann ja auch irgendwann einmal wieder Menschen in den Zügen ab Oberwart – wenn auch ohne Lokführer.