Hohe Kosten, aber viel Nutzen. Über den Südburgenlandbus und dessen (Un-)wirtschaftlichkeit.

Von Carina Fenz. Erstellt am 14. Januar 2021 (03:32)

Jetzt fährt er also, der Südburgenlandbus: Von Moschendorf, Bad Tatzmannsdorf/Oberwart und Stegersbach geht es an Werktagen mit sechs Kurspaaren in 80 Minuten nach Graz. Zusätzlich wird es je zwei Kurspaare an Sonn- sowie an Feiertagen vor Werktagen geben. Nutznießer gibt es viele: Pendler, Schüler, Studenten oder Gäste, die zum Thermenbesuch, zur Weinverkostung, zum Wandern und Radfahren tageweise ins Südburgenland kommen wollen. Ein Angebot, das dem Süden gefehlt hat und welches auch eine umweltbewusste Alternative für jene Region ist, die den Luxus Zug nicht kennt.

Der Südburgenlandbus hat der roten Landesregierung aber auch viel Kritik eingebracht. Die Linie wird nämlich von der Verkehrsbetriebe Burgenland GmbH betrieben, ein 2020 eigens gegründetes landeseigenes Unternehmen. VP, FPÖ, Grüne und auch die NEOS hätten es lieber gesehen, wenn man die Linie an private Busunternehmen vergeben hätte. Angebrachte Kritik, aber wie lange die Linie betrieben wird, entscheiden die Burgenländer in diesem Fall jetzt selbst und das ist wichtig, denn wirtschaftlich gesehen würde den Südburgenlandbus in privater Hand wohl das gleiche Schicksal wie die Zugverbindung Oberwart-Wien ereilen.