Jammern nutzt auch nichts

Über das Rauchverbot, das wenig aufregt, aber Umsätze schwinden lässt

Erstellt am 04. März 2020 | 05:15
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr

Das Rauchverbot polarisiert auch Monate nach Inkrafttreten. Im Positiven und auch im Negativen, aber vor allem bei den Wirten, deren Meinungen dazu widersprüchlicher nicht sein könnten. Während sich die einen über mehr Geschäft aufgrund der Regelung freuen, sind es vor allem Dorfwirtshäuser, die massive Umsatzrückgänge beklagen.

Mittlerweile hat es auch schon vier Anzeigen im Bezirk Oberwart gegeben. Allesamt aufgrund Rauchens im Innenbereich und allesamt an Privatpersonen und nicht an die Gastronomen direkt. Zudem ist eine anonyme Beschwerde, wegen der Nicht-Einhaltung des Rauchverbots, bei der Bezirkshauptmannschaft in Bearbeitung. Gesundheitspolitisch war die Entscheidung für das Rauchverbot längst überfällig und angesichts der recht geringen Zahl an Anzeigen wird es auch in der Bevölkerung akzeptiert.

Umso wichtiger ist es jetzt, dass an dem Gesetz nicht mehr gerüttelt wird und Klarheit herrscht. Auch im Sinne der Wirte, für die die neue Regelung natürlich eine enorme Umstellung bedeutete. Aber, der nächste Sommer kommt bestimmt und damit auch die Gastgartensaison. Dann können Raucher genüsslich zum Getränk am Glimmstängel ziehen, ohne dafür bestraft zu werden.