Jetzt braucht es Vertrauen. Über die Coronakrise und die unterschiedlichen Folgen in der Gastronomie.

Von Carina Fenz. Erstellt am 16. Juli 2020 (03:03)

Die Coronakrise fordert alle, speziell auch die Gastronomie. Eine Branche, die Anpassung und Neuerungen gewöhnt ist und die es gelernt hat, immer kreativ zu agieren, wenn es die Umstände wieder einmal gefordert haben. Die Rede ist da von Registrierkassenpflicht, Rauchverbot, Lebensmittelkennzeichnungen und jetzt Lockdown und Wiederhochfahren unter Vorschriften. Kreative Ideen braucht es immer, meinen auch gestandene Gastrobetreiber wie Jürgen Grandits von Gotthardts Bank und Harald Kahr, Generalpächter der Messe Oberwart.

Während Grandits mit seinem Betrieb besser aus der Krise fand — die Umsätze sind teilweise besser, als davor — ist Kahr weiter ohne Planungssicherheit, was Großveranstaltungen in der Messe angeht. Dass er hier auch nicht mit Kritik spart, ist klar. Aber auch Grandits, dem der Härtefallfond und die Kurzarbeit besser über die Schließungszeit halfen, findet nicht nur Lob, vor allem was die Aushebelung des Epidemiegesetzes betrifft. Nach der Ankündigung der Regierung — „Koste es, was es wolle“ — gilt es seitens der Politik, vor allem für Unternehmer wie Kahr, wieder Vertrauen zu schaffen, nur dann ist der Blick in die weiterhin noch so unsichere Zukunft wieder optimistischer.