Jobs sind einfach am wichtigsten. Michael Pekovics über die Entwicklung der Bevölkerungszahlen im Jahr 2015.

Von Michael Pekovics. Erstellt am 28. Dezember 2016 (05:52)

Jetzt ist es also amtlich: Laut der Statistik Austria gab es im Jahr 2015 bedeutend weniger Abwanderungsgemeinden als in den Jahren zuvor, dieser Trend macht auch vor dem Südburgenland nicht Halt. Grund dafür sind hauptsächlich die auf ganz Österreich verteilten Asylwerber, durch deren Zuzug konnte der demografisch bedingte Bevölkerungsrückgang zumindest im Jahr 2015 gestoppt werden.

Das heißt jetzt natürlich nicht, dass alle südburgenländischen Abwanderungsgemeinden Flüchtlinge aufnehmen sollen, um den Bevölkerungsrückgang aufzuhalten. Aber die Statistik zeigt, dass auf kurz oder lang für dünn besiedelte Regionen kein Weg daran vorbeiführen wird, sich etwas zu überlegen, eine Vision zu schaffen, damit die Abwanderung gestoppt wird. Das kann das immer wieder zitierte „Florida von Österreich“ sein oder eine stärkere Ausrichtung hin zu mehr Tourismus.

Entscheidend wird jedenfalls sein, den in der Region lebenden Menschen auch die Chance auf einen Job zu ermöglichen. Denn ohne ausreichend zur Verfügung stehende Arbeitsplätze nützt es auch nichts, wenn wieder mehr Menschen in den einzelnen Ortschaften leben.