Jung oder Frau muss man sein

Michael Pekovics über die Kandidatenfindung für die Nationalratswahl.

Michael Pekovics
Michael Pekovics Erstellt am 07. Juni 2017 | 04:52
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Die „junge Welle“ ist nun auch in der Bundespolitik angekommen. Schon seit einigen Monaten drängen junge Talente auf die Politbühnen, wenn auch zunächst nur als „Erben“ von Langzeitbürgermeistern auf der Gemeindeebene.

Aufgrund der vorgezogenen Nationalratswahlen sind aber auch darüber hinaus politische Talente gefragt, die sich Sporen für die kommenden Jahre verdienen wollen. Und da hat die SPÖ gleich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen: Denn hinter „Burgenlandminister“ Hans Peter Doskozil drängen sich neben jungen Kandidaten ohne Aussicht auf ein Mandat vor allem Frauen, getreu der „Reißverschluss-Vorgabe“ von Bundeskanzler Christian Kern.

Der Wahlkampf der SPÖ wird damit automatisch „jugendlicher“, auch wenn im Endeffekt klar ist, dass alle Kandidaten hauptsächlich für Doskozil „laufen“ werden. Der hat mit Klaudia Friedl eine starke Frau aus dem Bezirk Oberpullendorf als Nummer zwei hinter sich auf der Landesliste und wird auch im Bezirk Oberwart weibliche Unterstützung auf diesem Listenplatz bekommen: Denn wie man hört, soll Ingrid Weltler-Müller, Direktorin am Gymnasium Oberschützen, für die SPÖ kandidieren.