Leere Zimmer, große Sorgen. Über die Eröffnung des Stadthotels und die finanzielle Schieflage der STEP-Gästehäuser

Von Carina Fenz. Erstellt am 14. Mai 2020 (02:34)

Vor wenigen Wochen hätte die Eröffnung des Oberwarter Stadthotels „Telgraph“ gar nicht schnell genug gehen können und das hat auch einen guten Grund, nämlich die Tatsache, dass es in der Stadt nur sehr wenig Gästebetten gab und die Nachfrage zwischenzeitlich immer recht groß war. Die Eröffnung des ersten Oberwarter Hotels soll im Juni trotzdem stattfinden, zur Not auch ohne Gäste, wenn es nach dem Betreiber geht.

Mit fehlenden Gästen haben derzeit auch die STEP-Gästehäuser in Pinkafeld zu kämpfen. Die Coronakrise hat den Verein— der ein Internat in Pinkafeld und Oberwart betreibt— nun in eine finanzielle Schieflage gebracht. Bis zu 90 Prozent vom Umsatz sind weggebrochen und Besserung in den nächsten Wochen ist auch nicht in Sicht. Jetzt soll das Land aushelfen und den Verein übernehmen. Beide Fälle zeigen nur zu gut, wie heftig die gesamte Tourismusbranche — vom Arlberg bis ins Südburgenland — vom Coronavirus und den daraufhin gesetzten Maßnahmen getroffen wurde. Leere Zimmer bringen nämlich große Sorgen, aber Krisen bringen auch Chancen: Für den Verein STEP-Gästehäuser ziemlich sicher den soliden Background des Landes und das Stadthotel wird als jenes Haus bekannt werden, dass auch ohne Gäste eröffnet hat.