Mehr Erholung statt Events. Über die Neuausrichtung des Oberwarter Kulturparks und einer langen Debatte

Von Carina Fenz. Erstellt am 04. Juni 2020 (03:09)

Der Oberwarter Park polarisiert. War es vor vielen Jahren die Umgestaltung zum Kulturpark — mehr Beton statt Grün — so ist es jetzt die Überlegung zur Neuausrichtung — mehr Erholung statt Veranstaltungen. Einen ersten Schritt hat man mit dem Abbau der Bühne gesetzt, die jahrelang der Mittelpunkt des Parks war und Events diente. Weil es aufgrund der Coronakrise heuer keine Veranstaltungen mehr im Park geben soll, hat man sich, so Stadtchef Georg Rosner, zum Abbau der Bühne entschlossen.

Geht es nach Rosner, dann ist dies im Einvernehmen mit dem Obmann des Tourismus- und Kulturvereins abgesprochen gewesen. Rosner lässt aber auch wissen, dass es Versäumnisse zur Neukonzeptionierung des Parks gab. In den Mittelpunkt stellt er da SPÖ-Stadtrat Ewald Hasler, der als Obmann des Kulturausschusses angeblich Ergebnisse schuldig blieb. Hasler spricht hingegen davon, dass es mangels Finanzierung keinen Zeitpunkt zur Neuausrichtung gab und der Abbau der Bühne nicht abgesprochen war. Die politische Debatte wird noch länger geführt werden. Die Missstimmen in der Bevölkerung aber, die sind verständlich, denn mit der Veranstaltungslocation Park nimmt man den Oberwartern ein Stückchen Kultur weg.