Mehr Zentren für das Land

Michael Pekovics über den beginnenden Strukturwandel in der Gesundheitsversorgung.

Erstellt am 08. November 2017 | 05:05
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Der ländliche Raum braucht Gesundheitszentren, sie sind die beste Lösung für die medizinische Grundversorgung der Landbevölkerung. Angesichts der Tatsache, dass in den kommenden Jahren zahlreiche Hausärzte in Pension gehen (bis 2030 insgesamt rund 75 Prozent!) und schon jetzt kaum Nachfolger für die Ordinationen gefunden werden, führt kein Weg mehr daran vorbei.

Einzelne Erfolgsbeispiele gibt es bereits, etwa in Pinkafeld, wo das Gesundheitszentrum der Familie Pöll ausgebaut wird und neue Ärzte gesucht werden. Die Konzentration von medizinischen Angeboten an einem Ort macht Sinn: Die Patienten ersparen sich Zeit und Wege und können je nach Erkrankung mit einem Besuch gleich mehrere Ärzte konsultieren.

Diese Zeichen der Zeit hat neben der Familie Pöll in Pinkafeld auch die Oberwarter Siedlungsgenossenschaft erkannt, die demnächst in Oberwart mit dem Bau eines „multifunktionalen Wohnblocks“ inklusive Gewerbelokalen und Arztpraxen starten will. In Kombination mit der – vermutlich – neuen Dienststelle der Gebietskrankenkassa ein idealer Standort, derer es im Südburgenland insgesamt einige brauchen würde.