Mit 13 Banken weiter Nummer 1. Michael Pekovics über die Schließung von sechs Kleinstbankstellen im Bezirk Oberwart.

Von Michael Pekovics. Erstellt am 22. November 2017 (04:24)

Der Strukturwandel im ländlichen Raum macht auch vor Banken nicht halt. Dass da vor allem Raiffeisen mit ihrem engmaschigen Netz an Filialen betroffen ist, verwundert nicht.

Auch nach der Reduktion von 19 auf 13 Bankstellen im Bezirk mit 32 Gemeinden darf Raiffeisen aber getrost weiterhin als der finanzielle Nahversorger in der Region bezeichnet werden, schließlich hat die Bank allein im Bezirk mehr als 38.000 Kunden und verfügt über mehr Filialen als die Konkurrenz zusammengezählt hat (Anmerkung: zwölf).

Für die betroffenen Gemeinden wiegt der Verlust einer Bankstelle natürlich schwer, aber Beispiele wie Oberdorf, wo in der 2015 geschlossenen Filiale ein Nahversorger eröffnet hat, zeigen, dass die meist im Zentrum angesiedelten und bald leer stehenden Objekte Entwicklungspotenzial haben.

Einige Kunden müssen nun zwar längere Wege in Kauf nehmen, aber bei einer Befragung stellte sich heraus, dass ohnehin rund 80 Prozent der Raiffeisen-Bankbesucher mit dem Auto kommen und im Anschluss oft zum Einkaufen weiterfahren. Insofern ist die Schließung ein notwendiger Schritt, um die Wirtschaftlichkeit der Raiffeisenbezirksbank zu erhalten.